Die Vermieter sind zufrieden: Ferienwohnungen gut belegt

Weinsberger Tal - Ferienwohnungen und Pensionen im Weinsberger Tal von Lehrensteinsfeld bis Wüstenrot sind in der Urlaubszeit gut belegt. Waren es früher Prospekte und Auftritte in Fachzeitungen von Tourismusgemeinschaften oder in Zimmernachweisen von Kommunen, so hat sich heute das Internet zur wichtigsten Infoquelle für Touristen und Erholungssuchende gemausert.

Von Gustav Döttling

Ferienwohnungen gut belegt
Der Löwensteiner Gastwirt Frank Hohly (Mitte) serviert das Frühstück. Die Gäste haben einen tollen Ausblick auf Weinberge und Breitenauer See.Foto: Gustav Döttling

Weinsberger Tal - Ferienwohnungen und Pensionen im Weinsberger Tal von Lehrensteinsfeld bis Wüstenrot sind in der Urlaubszeit gut belegt. Waren es früher Prospekte und Auftritte in Fachzeitungen von Tourismusgemeinschaften oder in Zimmernachweisen von Kommunen, so hat sich heute das Internet zur wichtigsten Infoquelle für Touristen und Erholungssuchende gemausert.

Auf der Terrasse des Löwensteiner Gasthofs Hohly genießen Dr. Manfred Geisert und seine Lebensgefährtin Dr. Barbara Hauf ein reichhaltiges Frühstück mit Aussicht. Der pensionierte Biochemiker und die Anästhesistin aus Mainz sind zum ersten Mal im Weinsberger Tal. „Wir haben im Internet in nicht allzu großer Entfernung von Mainz nach einer Bademöglichkeit in einem Natur-See gesucht, dabei bin ich auf den Breitenauer See gestoßen“, erzählt Geisert.

Besuchsprogramm

Bei der Unterkunft-Suche sei er vom Internetauftritt des Löwensteiner Gasthofs begeistert gewesen. Eine Woche bleibt das Paar aus Mainz, macht Spaziergänge in den Weinbergen, erkundet das Tal und die Umgebung mit dem Auto. Auf dem Besuchsprogramm stehen Weingüter und Genossenschaften. Mit der Kultur der Region beschäftigt sich das Paar in Beilstein, Lauffen, Weinsberg und in der Würth-Galerie in Schwäbisch Hall. „Hier kann die Seele abheben“, gefällt Barbara Hauf der Blick auf die Rebenlandschaft mit See. „Wir nähern uns der Landschaft mit den Sinnen“, genießt Geisert die Weine und die regionale Küche.

„Wir haben sowohl Stammgäste, die uns regelmäßig besuchen, als auch Wochenend- und Übernachtungsgäste, die nur kurz verweilen“, ist Gastwirt Frank Hohly mit der Auslastung sehr zufrieden. Für seinen Gasthof mit sieben Doppelzimmern wirbt er im Internet, in Fachzeitschriften und über Tourismusgemeinschaften. „Oktober ist wegen der Weinlese unser bester Monat“, freut sich Hohly auf den Herbst.

Das bestätigt auch Jörg Dietz, Wirt der einzigen Obersulmer Gasthof-Pension „Seequelle“ im Ortsteil Weiler. „Wir haben rund 250 Übernachtungen von Touristen im Jahr“, berichtet Dietz. Ansonsten sind seine acht Doppelzimmer und zwei Ferienwohnungen mit insgesamt 18 Betten durch Übernachtungen bei Familienfeiern und durch Monteure von Firmen gut belegt. Einzelzimmer gibt es zwischen 28 und 35 Euro, Doppelzimmer ab 52 bis 60 Euro inklusive Frühstück. „Unsere Preise sind konstant, wir haben nicht erhöht“, sagt Jörg Dietz. Seine Stammgäste kommen aus Holland, Österreich, Hamburg oder Sachsen. „Es sind immer sieben bis acht Paare aus Ringetal bei Dresden, die seit Jahren bei uns Urlaub machen“, berichtet Jörg Dietz.

„Wir werden meist über das Internet angefragt“, hat Nicole Schäfer aus Affaltrach keinen Grund, über die Auslastung ihrer drei Ferienwohnungen, vier Doppel- und zwei Einzelzimmer zu klagen. Sie gehört zu den 17 Privatvermietern, die im Gastgeberverzeichnis von Obersulm aufgeführt sind. Ihre Ferienstammgäste kommen aus Deutschland und Österreich.

Stammgäste

„Feriengäste sind Mangelware“, sagt Friedrich Wagner. Seine Ferienwohnung in Wüstenrot für bis zu vier Personen kostet 25 Euro pro Tag. Die Ferienwohnung hat er derzeit an Monteure vermietet. Seine Ferienstammgäste kommen aus Berlin. „Wer Ruhe sucht und gern wandert, ist bei uns richtig“, sagt Holger Liebendörfer, Chef vom Café Restaurant-Pension Waldeck in Wüstenrot-Neulautern. Er habe zwar Stammgäste, aber ein großer Nachteil sei, man brauche als Erholungssuchender ein Auto. „Es gibt hier nicht einmal mehr einen Laden, in dem man was kaufen kann“, sieht Liebendörfer in Neulautern Standortnachteile.