Signal für schnellen Ausbau

Eberstadt  Eberstadt - "Vier gute Gründe für die Variante 4", unter diesem Leitsatz unterzeichnen drei Bürgermeister das Schreiben ans Regierungspräsidium (RP) Stuttgart zur A6-Verbreiterung vom Weinsberger Kreuz bis Kupferzell.

Von Joachim Kinzinger

Signal für schnellen Ausbau

Der Eberstädter Verwaltungschef Timo Frey (rechts) zeigt auf dem Plan, wo das neue Autobahnkreuz bei Hölzern entstehen würde. Hierfür müssten viele landwirtschaftliche Flächen geopfert werden.

Fotos: Guido Sawatzki

Eberstadt - "Vier gute Gründe für die Variante 4", unter diesem Leitsatz unterzeichnen drei Bürgermeister das Schreiben ans Regierungspräsidium (RP) Stuttgart zur A6-Verbreiterung vom Weinsberger Kreuz bis Kupferzell. "Wir erwarten ein Signal, dass die gesamte Kraft auf den asymmetrischen Ausbau gelegt wird", sagt der Eberstädter Bürgermeister Timo Frey. "Es ist unser Interesse, gemeinsam vorwärts zu gehen", pflichtet ihm sein Ellhofener Kollege Wolfgang Rapp bei. Zu den von Weinsberg ins Spiel gebrachten neuen Routen meint Obersulms Schultes Tilman Schmidt: "Es sind keine Alternativen, die führen zu zeitlichen Verzögerungen und schaffen neue Probleme."

Seit kurzem liegen die Resultate aus dem RP zur Bürgerbeteiligung beim A6-Ausbau zwischen Weinsberg und Kupferzell vor. Dabei lehnt die Behörde den von Weinsberg gewünschten Bypass (wir berichten) ab: dreifache Baukosten, hoher Flächenbedarf, sehr kritische Verkehrssicherheit, Lärmbelastung.

Der Weinsberger Bürgermeister Stefan Thoma will sich auf politischem Weg weiter für den Bypass einsetzen, der mit einem Neubau vor der Eberbachtalbrücke ab Hölzern und durch einen Tunnel am Wildenberg bis Dimbach führt. Dafür hat Timo Frey keinerlei Verständnis. Auf der Karte zeigt er die riesigen Umbauten, ob am Weinsberger Kreuz, das neue Autobahndreieck Hölzern, Brücken und einen 1,3 Kilometer langen Tunnel.

Die drei Kommunen fühlen sich von der Analyse bestätigt. Im Schreiben an RP-Referatsleiter Jürgen Holzwarth vom A6-Straßenplanungsteam heißt es: "Die Planungen müssen nun mit einer klaren Zielsetzung hinsichtlich Variante 4 schnellstmöglich vorangetrieben werden." Eine tiefergehende Prüfung aller Alternativen wie Bypass oder Sulmtalvariante lehnt das Trio ab. Vier Dinge gilt es zu vermeiden: Zeitverzug, Kostenexplosion, Flächenverbrauch und zusätzliche Belastungen.

Signal für schnellen Ausbau

Über diese Senke müsste in Hölzern eine Brücke vor dem Tunneleinstich errichtet werden.

Signal für schnellen Ausbau

Die Verwaltungschefs Wolfgang Rapp, Tilman Schmidt und Timo Frey (von links) unterzeichnen das Schreiben.