Seltene Auszeichnung für Karl Schmollinger

Obersulm - Gauwegewart erhält Georg-Fahrbach-Medaille des Albvereins

Von Gustav Döttling

Seltene Auszeichnung für Karl Schmollinger

Gauvorsitzender Erich Schuster (rechts) überreichte Jubilar Karl Schmollinger die Georg-Fahrenbach-Medaille in Kupfer.

Foto: Gustav Döttling

Obersulm - Eine Überraschung erlebte das Albvereins-Urgestein Karl Schmolliger. Eigentlich wollte der Vorsitzende der Affaltracher Ortsgruppe nach der monatlichen Tour am Sonntag nur mit den Wanderfreunden nachträglich auf seinen 80. Geburtstag, der am 28. Februar war, anstoßen. Gauvorsitzender Erich Schuster ehrte Schmollinger jedoch mit der Georg-Fahrbach-Medaille in Kupfer.

Würdigung

"Dies ist eine Auszeichnung die nur sehr selten verliehen wird", sagte Schuster, der die Verdienste Schmollingers als Vereinsvorsitzender und Wegemeister des Heilbronner Wandergaus würdigte. Er habe seine Ämter immer mit Akribie, gewissenhaft und viel Freude ausgeübt.

"Ich bin ganz gerührt, damit habe ich wirklich nicht gerechnet", sagte Schmollinger. Der Jubilar ist ein Affaltracher Albvereinsmann der ersten Stunde. Kurz nach der Gründung der Ortsgruppe 1967 trat der in Mailand geborene Sohn eines Kaufmanns mit seiner Ehefrau Inge und den Töchtern Jutta und Kerstin bei.

1975 trat Karl Schmollinger die Nachfolge von Rektor Lothar Franz, dem Gründer der AffaltracherOrtsgruppe, als Vorsitzender an. Dieses Amt hat der rüstige Rentner bis heute inne."Bis vor drei Jahren war ich noch ein begeisterter Alpin-Skifahrer", erzählt Schmollinger, der regelmäßig schwimmt und sich mit leichtem Krafttraining fit hält. Das Alter fordere seinen Tribut.

Nach dem Tod seiner Frau 2003 fand Schmollinger im Albvereinsgau Heilbronn 2004 zunächst als kommissarischer und ab 2005 als gewählter Gauwegemeister eine neue ehrenamtliche Tätigkeit. "Wir betreuen mit 21 Wegwarten in den 23 Ortsgruppen unseres Gaus rund 970 Kilometer Wanderwege", berichtet der Obesulmer. 2012 habe er rund 70 Stunden in diese Tätigkeit investiert und sei etwa 600 Kilometer für die Kontrolle gefahren. Allein in Obersulm würden die drei Ortsgruppen des Albvereins rund 80 Kilometer Wanderwege instand halten. Sie bringen neue Wegeschilder und Markierungen an, schneiden Wege frei oder sind an der Planung neuer Wege und der Aktualisierung von Wanderkarten beteiligt.