Neue Heimat für Mauereidechse

Obersulm  Obersulm - Es ist eine Knochenarbeit, die Rolf Diesem aus Krautheim und seine beiden Mitarbeiter derzeit am Obersulmer Rauberg leisten.

Von Gustav Döttling

Neue Heimat für Mauereidechse

Rolf Diesem (rechts) saniert mit seiner Mannschaft die Trockenmauern am Sülzbacher Rauberg, Heimat der seltenen Mauereidechse.

Foto: Gustav Döttling

Obersulm - Es ist eine Knochenarbeit, die Rolf Diesem aus Krautheim und seine beiden Mitarbeiter derzeit am Obersulmer Rauberg leisten. Stein für Stein trägt das Team der Firma für landwirtschaftliche Dienstleistungen im Auftrag der Gemeinde Obersulm einsturzgefährdete Trockenmauern an den Weinbergen im nicht flurbereinigten westlichen Teil des Sülzbacher Raubergs ab und saniert die Trockenmauern aufwendig.

Gesteinsbrocken

Jeder Stein wird behauen, ehe die Trockenmauer zur Drainage mit Gesteinsbrocken hintermauert und neu aufgebaut wird. Unterstützt wird die Sanierung von Baggerfahrer Olaf Münch, der mit seinem Arbeitsgerät den Arbeitsraum hinter den Trockenmauern frei baggert.

Die Sanierung hat einen wichtigen Grund: "Am Sülzbacher Rauberg hat Echsenspezialist Wolfgang Hellwig vom Nabu einen Bestand der im Landkreis selten gewordene Mauereidechse kartiert", sagt Kreisökologin Pia Gebhardt-Kuntz vom Landratsamt Heilbronn.

Beim Vororttermin mit Klaus Ogger, Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Heilbronn, und Margit Birkicht von der Obersulmer Gemeindeverwaltung überzeugt sich die Kreisökologin vom Stand der Arbeiten. Ein Ziel der Maßnahme sei es, den Bestand der seltenen Echsenart zu erhalten. 36 000 Euro investiert die Gemeinde Obersulm in die Trockenmauersanierung.


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