Hörtrichter fürs Wuseln in der Wiese

Wüstenrot  Wüstenrot - Selbst bei Dauerregen ist ein Naturerlebnispfad immer noch ein Ereignis. Diese Erfahrung machten gestern Mittag die Gäste der Einweihung des Dachsi-Pfades am Finsterroter See. Der offizielle Start musste zwar unter das schützende Dach des Kiosks verlegt werden, aber ...

Von Barbara Barth

Hörtrichter fürs Wuseln in der Wiese

Wüstenrot - Selbst bei Dauerregen ist ein Naturerlebnispfad immer noch ein Ereignis. Diese Erfahrung machten gestern Mittag die Gäste der Einweihung des Dachsi-Pfades am Finsterroter See. Der offizielle Start musste zwar unter das schützende Dach des Kiosks verlegt werden, aber von der Wanderung zu den elf Stationen rund um den See ließ sich niemand abhalten.

Nass Die Schuhe quietschten durch nasse Wiesen, von den Schirmen liefen Bäche, auf den Wegen machten sich tiefe Pfützen breit. Die Gemeinde Wüstenrot sowie der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald und die Firma Kaufland, die das Projekt finanziell unterstützten, hatten an einem 1. Juli anderes Wetter erwartet. "So ist eben Natur pur", meinte Bürgermeister Heinz Nägele mit Blick auf die tanzenden Tropfen im See. Das bunt gemischte Areal im Dachsbachtal als Erbe zu bewahren und erlebbar zu machen, stecke hinter der Idee des Dachsi-Pfades.

Thomas Bernlöhr, Naturpark-Vorsitzender und Bürgermeister der Stadt Welzheim, hob die Gelegenheit hervor, Themen wie Wasser, Pirsch, Schilf, Insekten, Naturschutz oder Tiergeräusche "mittendrin" mit allen Sinnen zu erfahren. Den "einzigartigen Schätzen in einer intakten Natur" wünschte er "viele wissbegierige Besucher".

Planer Uwe Hiller steuerte die elf Stationen an, die den Besuchern viel Neues über die heimische Tier- und Pflanzenwelt erzählen. Mal sind die Farbtafeln umzuklappen, mal mit einer Handkurbel zu drehen, mal lassen sich durch Gucklöcher Dias anschauen, mal kann man sein Ohr an einen riesigen Hörtrichter halten, um das Wuseln in der Wiese besser verfolgen zu können. Für Familien mit Kindern ist der Dachsi-Pfad ein aufregendes Abenteuer. Unter Wasser, auf der Pirsch, im Schilf - was tut sich da? Was ist ein flächenhaftes Naturdenkmal? Warum ist der Auwald im Tal weg? Alles Fragen, die der Naturerlebnispfad anschaulich beantwortet. Die unbefestigten Wege sind allerdings teilweise schmal, für Kinderwagen oder Rollstühle nicht geeignet.

Hörtrichter fürs Wuseln in der Wiese

Nicht nur viel zu sehen, auch so manches zu hören gibt es an den elf Stationen, zum Beispiel all das, was sich im Gras bewegt.

Foto: Barbara Barth