Bürgerbus für alle Teilorte

Obersulm  Obersulm -Walter Vogt ist zufrieden: "Ich finde es ganz toll. Nach der Bürgerstiftung passt der Bürgerbus", sagt der Rentner. Er war der Ideengeber, hatte im Bürgermeisterwahlkampf 2011 diesen Wunsch vorgebracht, jetzt die Fraktionsvorsitzenden und Ortsvorsteher angestupft. Damals war Tilman Schmidt skeptisch, hatte er doch in Langenbrettach schlechte Erfahrungen gemacht.

Von unserer Redakteurin Sabine Friedrich

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Obersulm -Walter Vogt ist zufrieden: "Ich finde es ganz toll. Nach der Bürgerstiftung passt der Bürgerbus", sagt der Rentner. Er war der Ideengeber, hatte im Bürgermeisterwahlkampf 2011 diesen Wunsch vorgebracht, jetzt die Fraktionsvorsitzenden und Ortsvorsteher angestupft. Damals war Tilman Schmidt skeptisch, hatte er doch in Langenbrettach schlechte Erfahrungen gemacht. Jetzt stimmt der Obersulmer Bürgermeister mit allen seinen Räten dafür, noch 2012 einen Testlauf zu starten, auf ehrenamtlicher Basis mit dem VdK Affaltrach als Partner. Die Gemeinde trägt die Kosten, für die Fahrgäste ist das Angebot umsonst. Die nächsten Aufgaben: den Fahrplan mit den Haltestellen festlegen und ehrenamtliche Fahrer suchen.

Mobil

"Das finden wir sehr gut", lobt auch Karin Koletzko, Vorsitzende des VdK-Ortsvereins Affaltrach, diesen Schritt. Nicht mobile Einwohner, vor allem ältere Mitbürger sollen so die Möglichkeit erhalten, ihre Besorgungen zu erledigen. Rewe in Affaltrach und der Marktplatz in Willsbach, wo sich Geschäfte und Einrichtungen konzentrieren, sollen von allen Teilorten aus angesteuert werden. Transportmittel wird der Kindergartenbus sein, der mittwochs und freitags ab 14 Uhr zur Verfügung steht.

Interesse

"Das Thema hat schon Wellen geschlagen", hat Armin Waldbüßer erfahren. Auch die neu gegründete Bürgerstiftung zeige Interesse. Ein so großes, dass schon überlegt werde, für den Bürgerbus ein eigenes Fahrzeug anzuschaffen.Suse Diehl signalisiert für die SPD ebenfalls Zustimmung für den einjährigen Testlauf. Auf ihre Nachfrage macht Hauptamtsleiter Jochen Dicht deutlich, dass die Ehrenamtlichen auf jeden Fall den Personenbeförderungsschein machten sollten, allein schon weil dieser einen Gesundheitscheck beinhalte. Der kostet etwa 250 Euro, was die Gemeinde, genauso wie Benzin oder Versicherung, übernehmen wird.

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