39 Fünftklässler starten mit Gemeinschaftsschule

Wüstenrot  Wüstenrot - "Willkommen" steht an der Tafel. Es ist ein aufregender Tag an der Georg-Kropp-Schule. Für die 39 Fünftklässler, die am Dienstag ihren ersten Schultag haben.

Von unserer Redakteurin Sabine Friedrich

Mit Logbuch durchs Schulleben

Die Schüler stehen an den hohen Tischen in der Inputphase. Am Stehpult gibt Lehrerin Jeannette Blank eine kurze Einführung in ein Thema.

Fotos: Guido Sawatzki

Wüstenrot - "Willkommen" steht an der Tafel. Es ist ein aufregender Tag an der Georg-Kropp-Schule. Für die 39 Fünftklässler, die am Dienstag ihren ersten Schultag haben. Und für das Lehrerkollegium. "Ich habe schon viele Veränderungen erlebt. Das ist eine fundamentale - ein Paradigmenwechsel", sagt Rektor Peter Wagner zum Start der Gemeinschaftsschule, die in Wüstenrot in sechs Jahren die Mittlere Reife möglich macht. "Es ist eine sehr lohnenswerte und tolle Sache", ist er überzeugt. Er und seine Lehrer haben sich im vergangenen Schuljahr mächtig ins Zeug gelegt bei den aufwendigen Vorbereitungen. "Es war für mich die härteste Zeit seit 1991, seit ich Rektor bin", sagt Wagner. Wüstenrot gehört zu den 42 Pionieren landesweit.

Lernatelier

Schon optisch wird der Wechsel deutlich. 19 Mädchen und Jungen stehen im neuen Lernatelier. Das Rechteck aus Tischen ist so hoch, dass die Kinder die Ellbogen aufstützen können. Jeannette Blank hat ihre Unterlagen auf das Stehpult gelegt. Eines der neuen, von einem Lehrer entworfenen Möbelstücke. Für individuelles und kooperatives Lernen, Kernstücke der neuen Schulart, bedarf es flexibler Ausstattung. Klassenlehrerin Blank - jetzt Lerngruppenleiterin - demonstriert mit ihren Schülern die Inputphase. "Das geschieht im Stehen, weil so eine erhöhte Konzentration gegeben ist", erläutert Wagner.

"Es ist ein Start in eine neue Zukunft", ist auch Bianca Ossig, die die zweite Lerngruppe 5 leitet, voller Elan. "Die Kinder sind ganz positiv gestimmt und sehr motiviert", hat sie beim Kennenlernen erfahren. Es gebe nur wenige Bedenken und Ängste. "Es wird, glaube ich, viel besser als in der vierten Klasse", meint Robert. Dass der Zehnjährige künftig keine Aufgaben mehr zu Hause erledigen muss, hebt er hervor. "Ich werde mehr lernen, wenn ich den ganzen Tag in der Schule bin." Gemeinschaftssschule ist Ganztagsschule, drei Mal in der Woche von 7.40 bis 15.15 Uhr.

Mit Logbuch durchs Schulleben

So sieht das individuelle Lernen aus. Die Kinder sitzen grüppchenweise im Klassenzimmer und arbeiten selbstständig an ihren Aufgaben.