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Bus und Bahn stärker vernetzen

Verkehrsfachleute, Politiker und Studierende der Fachhochschule diskutieren über den Nahverkehr

Von Martina Bräßel
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Inwieweit im Nahverkehr theoretischer Anspruch und praktischer Vollzug übereinstimmen: Das sollte die Diskussion mit den Fachleuten überprüfen. So kamen Dr. Klaus Lösch vom Karlsruher Verkehrsverbund und Thomas Frahm von der Stadt Heilbronn in die Vorlesung. Außerdem diskutierten kommunale Verkehrspolitiker - Hermann Eppler (FWV/FDP), Professor Uwe Ahrens (Grüne), Dieter Böhringer (CDU) und Reinhold Gall (SPD, MdL) - mit den Studierenden.

Die Studierenden hatten sich mit dem Studienprojekt "Erstellung und Bewertung von Nahverkehrsplänen" zu Experten entwickelt.

Anders als erwartet zeigten sich die Gäste bei den Grundlagen der Verkehrsplanung, dem Stand der Umsetzung und der zukünftige Entwicklung sehr einmütig.

In der Diskussion ging es dann beispielsweise um den Ausbau der Stadtbahn. Die Fertigstellung der West-Ost-Achse Eppingen-Heilbronn-Öhringen ist für 2010 vorgesehen. Die geplante Nord-Süd-Verbindung kann wegen der schlechten Haushaltslage von Kommunen und Landkreis noch nicht realisiert werden. Auch eine denkbare Anbindung an die S-Bahn nach Stuttgart wurde kontrovers betrachtet.

Erklärtes Ziel hingegen war es, Bus und Bahn in Heilbronn stärker zu vernetzen. Zudem sprachen sich alle Beteiligten für den Ausbau des Park-and-Ride-Systems und die vollständige Umsetzung eines rechnergesteuerten Betriebsleitsystems aus. Ebenso sollten die Anbindungen an das DB-Fernnetz und an mitarbeiterstarke, große Firmen der Region verbessert werden. Auch darin, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr in den öffentlichen Verkehrsmitteln keinen großen Anklang beim Kunden gefunden hat, herrschte Übereinstimmung.

Die Studierenden schließen ihre Projekte zum Nahverkehr mit einer zweitägigen Exkursion nach München ab. Dort wollen sie die Umsetzung des Nahverkehrsplans in einer hochverdichteten Metropole erleben und mit der Verkehrsplanung einer mittleren Stadt vergleichen.

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