Keine Einschnitte durch die Holding geplant

Die Heilbronner SLK-Kliniken machen sich mit Schwerpunktbildungen und dem Abbau von Klinikbetten fit für die Gesundheitsholding. Das Hohenloher Krankenhaus (HK) geht davon aus, keine weitere Fitnesskur vor dem Holdingstart zu benötigen

Von Barbara Griesinger

Keine Einschnitte durch die Holding geplant
Einschnitte wie an den SLK-Kliniken sind am Hohenloher Krankenhaus nicht geplant. Die Klinik ist fit für die Gesundheitsholding. (Foto: Archiv / Griesinger)
„In Hohenlohe ändert sich das Angebot an den Klinikstandorten in der nächsten Zeit nicht“, betont HK-Geschäftsführer Siegfried Egenter. Das Hohenloher Krankenhaus sei auf einem guten Stand. Egenter: „Wir haben stets gut gearbeitet und tun dies auch weiter.“ Deshalb sei aus Holdingsicht auch nicht beabsichtigt, in absehbarer Zeit Einschnitte zu machen.

Die jetzt eingeleitete Schwerpunktbildung betreffe nur die Krankenhäuser in Raum Heilbronn. Allerdings rechnet er durchaus mit positiven Auswirkungen der strukturellen Veränderungen an den SLK-Kliniken für Hohenlohe. „Wenn am Plattenwald die Geburtshilfe nicht mehr angeboten wird, wird sich das auf die Geburtshilfe-Abteilung in Öhringen positiv auswirken“, sagt er und rechnet mit steigenden Geburtenzahlen am Krankenhausstandort Öhringen.

Mit Blick auf die Kliniklandschaft in der künftigen regionalen Gesundheitsholding betont der Hohenloher Krankenhauschef: „Die gemeinsame Arbeit geht erst los. Auch mit der Frage, was man an den jetzigen Strukturfestlegungen noch optimieren kann.“

Damit ist klar: Es wird an der Schwerpunktbildung innerhalb der Holding weiter gearbeitet werden. Denn genau das ist die Aufgabe der Holding: ein regional bezogenes medizinisches Angebotskonzept zu erarbeiten, das die stationäre Versorgung der Patienten in ihrem Einzugsbereich langfristig sichern soll. Dazu gebe es aber noch keine konkreten Pläne, schließlich würden, so Siegfried Egenter, „keine Geheimverhandlungen geführt.“

Mit Blick auf die Mitarbeiter des Hohenloher Krankenhauses heißt das: „Es wird keine Entlassungen geben.“ Das sei bei allen Strukturmaßnahmen der Vergangenheit nicht der Fall gewesen. Auch wenn Anpassungen innerhalb der Holding notwendig würden, würden sie „nicht mit dem Schwert gemacht.“ Und dies verbindet Egenter mit einem großen Lob an sein hochmotiviertes und äußerste leistungsfähiges wie -williges Mitarbeiterteam.

Dass der Gründung der Gesundheitsholding im Hohenlohekreis nichts im Weg steht, davon geht Egenter aus. Dem HK-Aufsichtsrat sind in der vergangenen Woche in nichtöffentlicher Sitzung die Verträge dazu vorgelegt worden. „Wir sind auf unserem Weg“, betont Egenter auf die Frage nach der Stimmung im Aufsichtsrat. Am Montag, 24. Juli, wird der Kreistag über die Holdinggründung entscheiden.

Wie nötig ein Klinikverbund indes ist, das zeigen Egenter die Pläne zur auf Bundesebene angedachten Gesundheitsreform, bei der auch Kliniken zur Kasse gebeten werden sollen. 650 000 Euro sind es nach Egenters Hochrechnung allein für das HK. Falls die Pläne Gesetz werden, „gehen die Lichter zwar noch lange nicht aus, aber es wird eng“, fasst er zusammen und er fügt hinzu: „Unsere schwarzen Zahlen wären dann weg“