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Den alten Gleisen auf der Spur

Helene-Lange-Realschüler erkunden mit Roland Rösch den Südbahnhof von Heilbronn

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Lesezeit 1 Min
Den alten Gleisen auf der Spur
Umringt von aufmerksamen Bahnhofsentdeckern. Roland Rösch unternahm mit den Sechstklässlern eine spannende Stadterkundung. Foto: Martin Heigold

Heilbronn Die Klasse 6a der Helene-Lange-Realschule erforschte mit dem Heilbronner Lokalhistoriker Roland Rösch die Geschichte des alten Südbahnhofs. Der Bahnhof, einst ein wichtiger Standort im Bereich der Bundebahndirektion Stuttgart, war End- und Umsteigepunkt der 1968 eingestellten Bottwartalbahn und Frachtumschlagplatz für die Firmen im Südviertel der Stadt. Die Zugverbindung vom Süd- zum Hauptbahnhof bestand noch bis zum Jahr 2000.

Die Exkursion begann an der Stuttgarter Brücke, wo sich ein Blick auf das ehemalige Bahnhofsgelände und das angrenzende Industriegebiet bietet. Roland Rösch erklärte anschaulich die Bedeutung des ehemaligen Bahnhofs für die angrenzenden Firmen mit klangvollen Namen wie Knorr und Flammer. Die Aufschüttung des Geländes an der Stuttgarter Brücke für die Eisenbahn, die damals diskutierten Varianten der Streckenführung - die Verbindung zum Hauptbahnhof war zunächst entlang der Oststraße geplant - und der Bau des heute noch sichtbaren Eisenbahntunnels konnten durch Röschs Erzählungen vor Ort nachvollzogen werden.

Die Begehung über die Happelstraße an noch bestehenden Gleisen entlang offenbarte zahlreiche Spuren des alten Südbahnhofs: Reste des Bahnhofsgebäudes, noch sichtbare Rampen für die Güterabfertigung und das Anschlussgleis der Firma Knorr. Roland Rösch, der ein Buch über den Heilbronner Südbahnhof veröffentlicht hat, half beim Deuten der Spuren mit lebendigen Erzählungen. Der Südbahnhof und das Industriegebiet im Südviertel sollen im Gedächtnis der Heilbronner bleiben, so der Wunsch Röschs. Bei den Schülern der 6a wird das sicher so sein. hei

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