Zukunftsprojekt am Neckar: „Einzigartige Chance“

Heilbronn - Erstmals zusammengetreten ist jetzt das Preisgericht für den internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur neuen Neckarvorstadt. Das Gremium machte sich mit den Grundlagen des Wettbewerbs vertraut, auch vor Ort auf dem Fruchtschuppenareal. Von dessen Potenzial war das 40-köpfige Gremium beeindruckt. So urteilte der renommierte Züricher Architekt und Stadtplaner Professor Carl Fingerhuth nach einer Busrundfahrt: „Das Neckarareal ist eine einzigartige Chance für Heilbronn, eine Chance, wie sie nur ganz wenige europäische Städte haben.

Das Kernstück der 70 Hektar großen Bundesgartenschau ist das Fruchtschuppen-Areal. Hier entsteht der neue Stadtteil Neckarvorstadt. Foto: Guido Sawatzki

Heilbronn - Erstmals zusammengetreten ist jetzt das Preisgericht für den internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur neuen Neckarvorstadt. Das Gremium machte sich mit den Grundlagen des Wettbewerbs vertraut, auch vor Ort auf dem Fruchtschuppenareal. Von dessen Potenzial war das 40-köpfige Gremium beeindruckt. So urteilte der renommierte Züricher Architekt und Stadtplaner Professor Carl Fingerhuth nach einer Busrundfahrt: „Das Neckarareal ist eine einzigartige Chance für Heilbronn, eine Chance, wie sie nur ganz wenige europäische Städte haben. Der Wettbewerb muss diese Chance zur Realität werden lassen.“

Weitere externe Preisrichter sind der Stadtplaner und Architekt Professor Dr. Franz Pesch (Herdecke/Stuttgart), der Landschaftsarchitekt Professor Jörg Stötzer (Stuttgart) sowie der Architekt und Stadtplaner Professor Kunibert Wachten (Dort-mund). „Soviel geballte Fachkompetenz stellt einen optimalen Wettbewerbsverlauf sicher“, meint Baubürgermeister Wilfried Hajek, der mit OB Helmut Himmelsbach, Erster Bürgermeisterin Margarete Krug, Stadträten, Fachleuten aus der Stadtverwaltung sowie von externen Büros Jurymitglied ist. Auch der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Matthias Schmauder, gehört dazu.

Ende Januar werden die Wettbewerbsteilnehmer feststehen. Im Juni 2009 wird das Preisgericht die Prämierung der eingereichten Arbeiten vornehmen. Nach der Sommerpause 2009 soll dann der Gemeinderat über die Umsetzung der Vorschläge entscheiden. Im Ideenwettbewerb werden zunächst die grundlegenden Entwicklungslinien für das Stadtumbaugebiet festgelegt. Hierbei geht es um die künftige Verteilung von Bau- und Grünflächen, die Form der künftigen Bebauung und die Verkehrserschließung. Grundlage der Auslobung ist das Konzept „Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“, dazu gehört auch ein durchgehender „Neckaruferpark“ und ein neuer Grünzug zwischen der Kernstadt und Böckingen. Die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Teilbereiche wird später in städtebaulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerben bestimmt.

Die „Neckarvorstadt“ könnte einmal bis zu 750 Wohnungen für etwa 1500 Einwohner bieten, neue Arbeitsplätze sollen vor allem im Dienstleistungs- und Forschungsbereich entstehen. Das etwa zehn Hektar große Quartier soll sich durch innovative, richtungsweisende Architektur auszeichnen, ein erster Bauabschnitt könnte schon zur Buga 2019 präsentiert werden. red