VCD will Brücke mit Anschluss an Bahnsteige

Heilbronn  Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe begrüßt die geplante Fuß- und Radwegbrücke am Heilbronner Hauptbahnhof. "Nicht verständlich" ist dem VCD jedoch, warum von dem Übergang keine direkte Anbindung der darunter liegenden Bahnsteige vorgesehen ist.

Bis zur Sommerpause werden die drei Sieger-Entwürfe auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in der Region Hall-Heilbronn-Hohenlohe begrüßt in einer Pressemitteilung vom Wochenende, dass "nach langem Ringen die neue Fuß- und Radwegbrücke über die Gleise des Heilbronner Hauptbahnhofes kommen soll". Der Gemeinderat hatte wie berichtet am vergangenen Donnerstag den Grundsatzbeschluss für das Bauwerk gefasst. Die Kosten liegen zwischen 7,6 Millionen und 8,7 Millionen Euro. Bis zur Sommerpause werden die Architektenentwürfe auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

"Nicht verständlich" ist dem Verkehrsclub jedoch, warum von der Brücke keine direkte Anbindung der darunter liegenden Bahnsteige vorgesehen ist. Da die Brücke 2017/2018 gebaut und bis zur Bundesgartenschau fertig sein soll, hätten Buga-Besucher, die per Bahn anreisen, einen bequemen und direkten Zugang vom Bahnsteig aus zur Bundesgartenschau. Ohne diese Anbindung müssen die Fahrgäste erst lange Umwege durch die Unterführung nehmen.

Eine Anbindung der Bahnsteige hat nach Ansicht des VCD zudem den Vorteil, dass sich die Stadt nicht unnötigerweise an der Verschönerung der Unterführung im Bahnhof beteiligen müsste. "Sie gehört der Deutschen Bahn (DB) und sollte auch von dieser in eigener Verantwortung gepflegt und instand gehalten werden.

Die Sanierung des Bahnhofes ist angesichts der Milliardengewinne der DB im Bereich Netz sicherlich keine kommunale Aufgabe", heißt es abschließend in der Pressemitteilung. jof