Trotz Budgetkürzung Gelassenheit bei Schulen

Heilbronn - Die Budgetkürzungen von 15 Prozent an den Landkreisschulen in diesem und im kommenden Haushaltsjahr nehmen die Schulen überwiegend gelassen hin. "Wir sind zwar nicht froh darüber, aber wir haben die vergangenen sieben Jahre dazu genutzt, um unsere Schule im Ausstattungsbereich auf Vordermann zu bringen.

Von Friedhelm Römer

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Trotz Budgetkürzung Gelassenheit bei Schulen
Mit der Ausstattung an der Christian-Schmidt-Schule ist Karl-Heinz Hahn recht zufrieden, obwohl er derzeit über 15 Prozent weniger Budget verfügt.Foto: Archiv/Seidel

Heilbronn - Die Budgetkürzungen von 15 Prozent an den Landkreisschulen in diesem und im kommenden Haushaltsjahr nehmen die Schulen überwiegend gelassen hin. "Wir sind zwar nicht froh darüber, aber wir haben die vergangenen sieben Jahre dazu genutzt, um unsere Schule im Ausstattungsbereich auf Vordermann zu bringen. Deshalb können wir zwei zurückhaltende Jahre verkraften", sagt Karl-Heinz Hahn. Der Chef der Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm sieht seine Einrichtung vorbereitet auf den derzeitigen Engpass.

Weitsichtig
 
Sein Kollege Dr. Herbert Wolf von der Andreas-Schneider-Schule in Heilbronn-Böckingen stößt ins gleiche Horn: "Wir machen unsere Anschaffungen weitsichtig, haben sie schon in der Vergangenheit geplant und wissen natürlich, dass wir jetzt einige Vorhaben etwas strecken müssen." Auch die kaufmännische Schule trifft die Kürzung daher nicht so extrem. Wolf: "Wenn der Investitionsstau nicht länger als zwei Jahre anhält, kommen wir damit hin." Allerdings müsse der Nachholbedarf später ausgeglichen werden. Ähnlich äußert sich Dr. Stephanie Heitz: "Wir haben in den vergangenen Jahren gespart und können daher unsere Computerausstattung finanzieren." Die Schulleiterin der Hermann-Herzog-Schule, die eine sonderpädagogische Einrichtung des Landkreises Heilbronn für sehbehinderte Kinder und Jugendliche ist, hat eine Prioritätenliste aufgestellt. Die EDV geht vor, das Mobiliar − Schränke für Lehrkräfte − muss warten. Die seitherigen Bildschirme und PCs waren veraltet, daher mussten für die Schüler nun neue her.

Gut aufgestellt

In der Andreas-Schneider-Schule werden laut Herbert Wolf kleine digitale Tafeln zurückgestellt. Ansonsten sieht er seine Schule gut aufgestellt: "Wir haben in allen Klassenzimmern Beamer, sind voll verkabelt, haben 20 EDV-Räume und alle Lehrerzimmer mit PCs ausgestattet." Ursprünglich sollte der Investitionshaushalt 90 000 Euro umfassen. Stattdessen sind es nun 80 000.

Einen deutlich höheren Etat hat Karl-Heinz Hahn in Neckarsulm. Dort sind es 380 000 Euro. Allerdings benötigt die gewerbliche Schule viele technische Apparaturen. Hahn: "Jetzt müssen die Dinge halt ein Jahr länger halten. Wir haben zumindest nichts, was neu aufgebaut werden muss."

Stephanie Heitz hofft unterdessen auf Besserung im Jahr 2012, denn: "Auf Dauer ist eine 15-prozentige Kürzung natürlich spürbar."