Stadträte erfreut über Leistungssteigerung

Heilbronn - Krankenhäuser der SLK-Gesellschaft erwirtschafteten 3,9 Millionen Euro Überschuss

Von Iris Baars-Werner

Stadträte erfreut über Leistungssteigerung
Für den Erfolg kräftig zupacken müssen die Klinikmitarbeiter.Foto: Archiv/Sawatzki

Heilbronn - Dafür gab es Lob: Die Stadt-Landkreis-Kliniken-GmbH (SLK), zu der als größtes Haus der Gesundbrunnen Heilbronn gehört, haben im Jahr 2009 3,7 Prozent mehr stationäre und 5,1 Prozent mehr ambulante Patienten versorgt und einen höheren Umsatz erwirtschaftet: 232 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Überschuss von 3,9 Millionen Euro.

Leistungen bezahlt

Wie schon die Kommunalpolitker im Landkreis (wir berichteten), erfreuten die vorgelegten Zahlen auch die Heilbronner Stadträte. Joachim Cyran (CDU), früher Chefarzt am Gesundbrunnen, hob hervor, dass nicht nur die Ärzte und das Pflegepersonal mehr Leistungen erbrachten. Geschäftsführer Thomas Jendges sei es auch gelungen, die Mehrleistungen bezahlt zu bekommen. Nicht immer ist die leistungsgerechte Budgetierung üblich − darum müssen die Klinikleitungen regelmäßig mit den Krankenkassen kämpfen.

Eine besondere Erwähnung war Cyran wert, dass der Gesundbrunnen 2,7 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftete, obwohl er defizitäre Bereiche tragen muss: "Keine Kinderklinik in Deutschland arbeitet kostendeckend."

Dass hinter den Zahlen eine "erfolgreiche Positionierung" der SLK-Häuser und ein "stringentes Kostenmanagement" steht, stellte Grünen-Stadträtin Susanne Bay fest. Gleichzeitig warnte sie vor der Hoffnung, dass ein gutes Ergebnis immer noch steigerbar sei: Man müsse Sorge tragen, dass das Verhältnis zwischen Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität nicht kippe. Der Hinweis tut Not: Zu den millionenschweren Neu- und Umbauten in Heilbronn und Bad Friedrichshall müssen die SLK-Kliniken einen erklecklichen Eigenbeitrag leisten. Die Gesellschafter Stadt und Landkreis tragen die Hauptlast.

Ja zu Brackenheim

Das Bekenntnis zu allen SLK-Standorten, auch dem rote Zahlen erwirtschaftenden Haus in Brackenheim, war Joachim Cyran, Gottfried Friz (FDP) und Marianne Kugler-Wendt (SPD) wichtig. Die SPD-Stadträtin forderte für das laufende Jahr ein größeres Augenmerk auf das Beschwerdemanagement.

Allein mit seiner Ansicht war Pro-Heilbronn-Rat Alfred Dagenbach: Das "Dienen am Patienten" stehe nicht mehr im Vordergrund, sondern "das An-ihm-Verdienen."


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