SLK-Kliniken schreiben schwarze Zahlen

Region Heilbronn - Die Heilbronner SLK-Kliniken haben gut gewirtschaftet. Am Ende des Geschäftsjahres 2008 werden die vier Standorte wieder schwarze Zahlen schreiben. Im Vorjahr gab es noch ein Defizit von (je nach Rechnungsart) vier bzw. einer Million Euro. Sogar die millionenschweren Personalkostensteigerungen nach der Tariferhöhung können aufgefangen werden. Steigende Patientenzahlen und mehr Umsatz bringen außerdem 70 neue Stellen.

Von Ulrike Bauer-Dörr

SLK-Kliniken schreiben schwarze Zahlen
Die SLK-Kliniken investieren in Personal und neue Geräte. Foto.: Archiv /Veigel

Region Heilbronn - Die Heilbronner SLK-Kliniken haben gut gewirtschaftet. Am Ende des Geschäftsjahres 2008 werden die vier Standorte wieder schwarze Zahlen schreiben. Im Vorjahr gab es noch ein Defizit von (je nach Rechnungsart) vier bzw. einer Million Euro. Sogar die millionenschweren Personalkostensteigerungen nach der Tariferhöhung können aufgefangen werden.

2000 Patienten mehr

Sogar für 2009 kündigt der scheidende Geschäftsführer Dietmar Imhorst bereits ein positives Ergebnis an: „Vorausgesetzt, die Bevölkerung entscheidet sich auch künftig für eines unserer Häuser in Heilbronn, Bad Friedrichshall, Möckmühl und Brackenheim.“ In diesem Jahr wurden bereits 60.000 Patienten stationär behandelt, das sind knapp 2000 mehr als im Vorjahr. Sie sorgten für einen Umsatz in Höhe von 200 Millionen Euro. Die erbrachten Mehrleistungen versetzen die GmbH in die Lage, 70 zusätzliche und dringend notwendige Stellen schaffen zu können, davon neun im ärztlichen Dienst. Das hat jetzt der Aufsichtsrat unter Leitung von Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach einstimmig beschlossen. Auch der „immense Investitionsstau“ werde Zug um Zug abgebaut.

21 zusätzliche Stellen wird es in den verschiedenen Patientenaufnahmen geben. Imhorst: „Denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“ Auch in den OP's, in den Intensivstationen und in der Radiologie kommen neue Leute. Optimierte Organisationsabläufe sollen die Klinikmitarbeiter von Verwaltungs- und aufwändiger Zusatzarbeit entlasten und ihnen mehr Zeit für mehr Patienten verschaffen.

Mehrere millionenschwere Großgeräte schafft die Klinik-GmbH demnächst an. Die Radiologie bekommt einen zweiten Computertomografen, die Herzkliniken am Gesundbrunnen und Plattenwald je zwei neue Linksherzkatheter-Messplätze. Am Plattenwald kann mit dem Zweitgerät der Aufbau des Gefäßzentrums vorangetrieben werden. Die Radiologie erhält zwei neue Linearbeschleuniger zur Strahlentherapie von Krebspatienten. Weitere Investitionen sind die Anschaffung eines neuen digitalen Röntgenbild-Archivierungssystems in der Radiologie sowie ein neues elektronisches Krankenhaus-Informationssystem. Alles soll die Abläufe beschleunigen, so dass noch mehr Patienten behandelt werden können.


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