Protest-Aktion mit letzten Hemden am Kiliansplatz

Heilbronn - Das Motto ist Programm: Mit allerlei "letzten Hemden" protestierte die regionale Attac-Gruppe auf dem Heilbronner Kiliansplatz gegen das aktuelle Sparpaket der Bundesregierung. Im Rahmen der bundesweiten Polit-Aktion riefen die Demonstranten Passanten dazu auf, ausgediente Kleidungsstücke mit Sprüchen zu bemalen und auf eigens installierte Wäscheleinen aufzuhängen.

Protest-Aktion mit letzten Hemden am Kiliansplatz
Puppe mit "Letztem Hemd" am Heilbronner KiliansplatzFoto: Brian Bailey

Heilbronn - Das Motto ist Programm: Mit allerlei "letzten Hemden" protestierte die regionale Attac-Gruppe auf dem Heilbronner Kiliansplatz gegen das aktuelle Sparpaket der Bundesregierung. Im Rahmen der bundesweiten Polit-Aktion riefen die Demonstranten Passanten dazu auf, ausgediente Kleidungsstücke mit Sprüchen zu bemalen und auf eigens installierte Wäscheleinen aufzuhängen. Inzwischen sind sie alle auf dem Postweg nach Berlin, wo sie pünktlich zu ersten Sitzungwoche vor dem Reichstag aufgehängt werden sollen.

"Genug gekürzt − umverteilen" stand beispielsweise auf Christoph Köbles viel zu kleinem T-Shirt. Der 45-jährige Betriebswirt ging mit "Ungereimtheiten im Sozialabbau" hart ins Gericht. "Warum kann man nicht die zur Kasse bitten, die die Verschuldung verursacht haben?" "Schüler, Rentner, Schwache: Im Prinzip wird immer nur bei denen gespart, die sich nicht wehren können", monierte IT-Systemadministratorin Sandra Steiner-Köble aus Neckargartach. Auf ihrem Oberteil stand schlicht: "Sparpaket stoppen!" "Die Schere zwischen Armen und Reichen geht immer weiter auseinander", sagte Elke Ehinger aus Frankenbach. Die Heilpraktikerin hatte sich den Schuldigen aufs Hemd gemalt: das Sparpaket der Bundesregierung.

Attac-Sprecher Wolfgang Bauer und ein gutes Dutzend Mitstreiter, darunter auch Linke und Hartz-IV-Aktivisten, trugen auf dem Kiliansplatz auch ihre Vorstellungen zu Markte: von der Erhöhung des Spitzensteuersatzes über die Wiedereinführung der Vermögenssteuer bis hin zum " Stopp der Kürzungen im Sozialbereich". kra