Private Hochschule HBS stellt sich unter neuer Führung neu auf

Mit Thomas Armbrüster als Präsident strebt man 200 Studenten an – Marktpotenzial wird untersucht, dann fällt Entscheidung über Campus

Von Iris Baars-Werner

Der künftige HBS-Präsident Professor Thomas Armbrüster.Foto: Guido Sawatzki

Heilbronn - Mit einer neuen Führungsmannschaft geht die Heilbronn Business School (HBS) die Zukunft an. Gestern präsentierte die Dieter-Schwarz-Stiftung, die mit einem Jahresbudget von bis zu fünf Millionen Euro die private Hochschule finanziert, den 40-jährigen Professor Thomas Armbrüster als neuen Präsidenten und Geschäftsführer. Der bisherige Dekan der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke tritt sein Amt am 1. Juli an.

Dritter Chef Der gebürtige Bremer ist bereits der dritte Chef der jungen HBS. Den Aufbau der Institution bis zum Frühjahr 2005 hatte Alexander von Freyhold (ehemals Berufsakademie Mosbach) übernommen. Man trennte sich im Zwist. Professor Wolrad Rommel führte die HBS zur staatlichen Akkreditierung. Zum Jahresende 2007 gab er seine Position als Präsident ab und ist nur noch Lehrender an der HBS.

Armbrüster zur Seite steht Professor Dr. Tomás Bayón, der in den vergangenen Monaten als Übergangsgeschäftsführer fungierte. Zum 1. August wird die HBS zudem verstärkt mit Dr. Dirk Zupancic. Er kommt von der renommierten Schweizer Universität St. Gallen.

Mit dem neuen Team geht eine Neuausrichtung der HBS einher. Eine Unternehmensberatung wird im Sommer den Markt für diese Hochschule unter die Lupe nehmen. Armbrüster sieht „ein offensichtliches Wachstumspotenzial“ seiner Einrichtung. Von derzeit 150 Studenten, die in Heilbronn freitags bis sonntags berufsbegleitend studieren, will man sich auf 250 steigern. „Die Zahl ist nicht vorrangig,“ macht der künftige Präsident klar: „Für uns ist bedeutend, dass wir qualitativ hochwertige Lehre anbieten.“ Damit will man sich in der „erweiterten Region“ im Umkreis bis zu 150 Kilometern einen Namen machen, wie der Geschäftsführer der Stiftung, Dr. Erhard Klotz sagt. Armbrüster tritt zudem mit dem Ziel an, „dass die HBS eine deutschlandweit sichtbare Marke wird“.

Mit der St. Galler Erfahrung wird es Dirk Zupancics Aufgabe sein, ein kommerzielles Standbein zu schaffen: die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften und des Manager-Nachwuchses. Die HBS will individuell auf regionale Firmen zugeschnittene Angebote erarbeiten.

Markt wird erforscht Die Aussage der Unternehmensberater zum Marktpotenzial der HBS wird ausschlaggebend für die Neubauvorhaben der Stiftung sein. Sie plant ein eigenes Hochschulgelände in der Nähe von Schwabenpark und IHK am Stadtausgang von Heilbronn Richtung Untergruppenbach. Mitnutzer wird die Akademie für Information und Management (AIM) sein, ebenfalls Tochter der Stiftung des Unternehmers Dieter Schwarz.