Kräne, Bagger und Betonmischer

Heilbronn - In Heilbronn wird nach wie vor viel gebaut. Allein in kommunale Bauvorhaben sollen in diesem Jahr knapp 37 Millionen Euro investiert werden. Für 2009 sind gar 52 Millionen Euro vorgesehen. Bei der traditionellen Baustellenrundfahrt zu Beginn der kommunalpolitischen Sommerpause verschafften sich Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemeinderats einen Überblick.

Von Joachim Friedl

Die markante Glasfassade am Erweiterungsbau des Technischen Berufsschulzentrums an der Paulinenstraße zieht die Betrachter in ihren Bann.Fotos: Dittmar Dirks

Heilbronn - In Heilbronn wird nach wie vor viel gebaut. Allein in kommunale Bauvorhaben sollen in diesem Jahr knapp 37 Millionen Euro investiert werden. Für 2009 sind gar 52 Millionen Euro vorgesehen. Bei der traditionellen Baustellenrundfahrt zu Beginn der kommunalpolitischen Sommerpause verschafften sich Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemeinderats einen Überblick über einen kleinen Teil der vielfältigen baulichen Aktivitäten. Mit dabei waren wie berichtet auch zahlreiche ehemalige Stadträte.

Experimenta 

„Der Umbau und die Erweiterung des Hagenbucher zu einer Lern- und Erlebniswelt für Naturwissenschaften und Technik wird ein Projekt mit großer Strahlkraft über Jahrzehnte“, stimmte Oberbürgermeister Himmelsbach zu Beginn der Besichtigungstour auf das zukunftsweisende Museum ein, in dem das Konzept „Anfassen erwünscht“ im Fokus stehen wird.

Aktuell entsteht an der Nordseite des Hagenbuchers der Anbau. Fertig ist im Rohbau bereits das Erdgeschoss, das einmal das Entrée und das Foyer der Experimenta aufnehmen wird. In den kommenden Wochen werden weitere vier Geschosse hochgezogen. „Unser Ziel ist, dass der Rohbau Ende November, Anfang Dezember steht“, erläuterte Werner Insam vom Hochbauamt. Der Zwillingsbau wird wie der Hagenbucher verklinkert.

Parallel zu diesen Arbeiten werden am bestehenden Gebäude schadhafte Fassadenteile erneuert und die Industriefenster saniert und teilweise vergrößert. Noch vor dem Winter soll das Hagenbucher-Dach abgetragen werden. Neben dem Erdgeschoss entsteht hier ein weiterer Gastronomiebereich.

Bis Wissbegierige ganz nah ran dürfen an Wissenschaft und Technik, dauert es noch ein wenig. Die Einweihung des auf knapp 30 Millionen Euro veranschlagten Projekts an der Nahtstelle zwischen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Pädagogik ist für Herbst 2009 vorgesehen. Die Stadt Heilbronn beteiligt sich an den Kosten mit 15,75 Millionen Euro, den verbleibenden Teil finanzieren die Dieter-Schwarz-Stiftung und weitere Sponsoren.

Technisches Schulzentrum 

Wenn Schule da keinen Spaß macht… Ende November wird, wie Daniela Branz vom Hochbauamt darlegte, der Erweiterungsbau mit seiner markanten Glasfassade am Technischen Schulzentrum an der Paulinenstraße fertig. In die Räume für die Ganztagsbetreuung an der Wilhelm Maybach- und Johann-Jakob-Widmann-Schule investiert die Stadt 4,6 Millionen Euro. Zu einer großzügigen Fläche umgestaltet wird auch der Pausenhof. Zufrieden macht Gunther Uhlig vom Grünflächenamt, dass „die beiden prächtigen Linden erhalten wurden“.

Die Wartbergschule wird aufgewertet: Zwei Turnhallen in einem Gebäude.

Wartbergschule

„Wir sind voll im Zeitplan“, freut sich Thomas Auchter, stellvertretender Leiter des Hochbauamts, über den Baufortgang an der Doppelturnhalle für die Wartbergschule. Im April 2009 soll das 3,2 Millionen Euro teure Bauwerk übergeben werden. Die übereinander liegenden Hallen sind jeweils 400 Quadratmeter groß. Zu jeder Halle gehören Geräte-, Umkleide und Sanitärräume.

Ortskernsanierung

Der Kelterplatz in Biberach wurde zu einem innerörtlichen Treffpunkt.

950 000 Euro investierte Heilbronn in die Umgestaltung der Unterlandstraße und des Kelterplatzes in Biberach. „Die Aufenthaltsqualität wird deutlich erhöht“, begründete Jeanine Schubert vom Amt für Straßenwesen. Breitere Gehwege und zusätzliche Fußgängerüberwege verbesserten zudem die Verkehrssicherheit.

Hochwasserschutz

In Frankenbach entsteht ein 140 Meter langes Hochwasserrückhaltebecken.

"Voraussichtlich im Dezember wird das Hochwasserrückhaltebecken am Rotbach auf Gemarkung Frankenbach in Betrieb genommen“, sagte Jakobine Biehl vom Amt für Straßenwesen. Bei einem 100-jährigen Hochwasser fließen zehn Kubikmeter Wasser je Sekunde auf das Becken zu, die Abgabe liegt bei 3,1 Kubikmeter pro Sekunde. Das 2,6 Millionen Euro teure Becken hat ein Volumen von 140 000 Kubikmeter.