In sieben Stadtteilen gewinnt die CDU

SPD erobert Frankenbach - Durchschnittsalter des Gemeinderats: 54,7 Jahre

Von Joachim Friedl

In sieben Stadtteilen gewinnt die CDU
Die Wahlergebnisse laufen ein: Bürgermeister Harry Mergel (links) sieht interessiert zu, Marianne Kugler-Wendt und Tanja Sagasser (rechts) fiebern mit.Foto: Veigel

Analyse - Die CDU gewann bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag in sieben Stadtteilen. An die Christdemokraten gingen die Kernstadt Heilbronn, Böckingen, Sontheim, Kirchhausen, Biberach, Horkheim und Klingenberg. Die SPD hatte in Neckargartach und Frankenbach die Nase vorn. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte in Frankenbach noch die CDU die meisten Stimmen geholt.

Mit 40 Prozent erreichte die CDU in Kirchhausen ihr bestes Ergebnis. Den geringsten Zuspruch gab es mit 29,1 Prozent in Neckargartach. Nur in Frankenbach, Biberach und Neckargartach gelang der SPD der Sprung über die 30-Prozent-Marke, in den anderen Stadtteilen lag das Ergebnis darunter. Die FDP punktete in erster Linie in der Kernstadt (15,9 Prozent), Böckingen (13,7 Prozent), Frankenbach (13,8 Prozent) und Klingenberg (12,8 Prozent).

Platz 40 Die meisten Wähler der Grünen sind in Heilbronn (12,7 Prozent), in Sontheim (10,5 Prozent) und in Horkheim zu Hause. Die Freien Wähler übersprangen zwei Mal die Zehn-Prozent-Hürde: in Kirchhausen (16,9 Prozent) durch den Stadtrat-Dörner-Bonus und in Horkheim (10,2 Prozent). Mit 9,9 Prozent erreichte Pro Heilbronn in Klingenberg - Stadtrat-Auchter-Effekt - das beste Resultat. Die wenigsten Stimmen gab es für die Rep-Nachfolge-Gruppierung in Sontheim und Biberach (je 3,7 Prozent). Die Linke sammelte die meisten Stimmen in Frankenbach (3,5 Prozent) - Hasso-Ehinger-Kandidatur -, in Heilbronn (3,2 Prozent) und in Sontheim (3,0 Prozent). Die ÖDP-Hochburg ist mit vier Prozent der Stimmen Sontheim.

Seit Ursel Niethammer (SPD), die bei der Wahl 1999 von Platz 40 den Sprung in den Gemeinderat geschafft hatte, übt diese letzte Position auf der Liste einen gewissen Reiz auf Kandidaten aus. So rückte jetzt Monika Dagenbach (Pro) von 40 auf Platz 5 vor, Grünen-Stadtrat Uwe Ahrens auf Platz 10, Wolf-Michael Nietzer (FDP) und Angelika Karg (ÖDP) auf Platz 13, Ernst Schwarzmann (Linke) auf 15, Adolf Kern (FWV) auf Rang 18 und der DGB-Regionsvorsitzende Bernhard Löffler (SPD) schaffte es auf Platz 23. Keiner jedoch gehört dem neuen Gemeinderat an.

Von den bekannteren Heilbronner Persönlichkeiten wurden Ekkehard Hein, Direktor a.D. des Regionalverbands Heilbronn-Franken (CDU), und Dr. Peter Prager, SLK-Chefarzt a.D., nicht gewählt.

Jung und Alt Das Gesamtalter des neuen Gemeinderats liegt bei 2189 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt 54,7 Jahre. Die älteste Fraktion ist die CDU: Sie kommt im Schnitt auf 56,2 Jahre. Die ältesten Stadträte der jeweiligen Parteien und Gruppierungen sind: CDU: Klaus Hackert (71), Gisela Käfer, Otto Schwarz (beide 70); SPD: Helmut Rohn (69), Herbert Tabler (68); FDP: Siegfried Determann, Karl-Heinz Losch (beide 66); Grüne: Wolf Theilacker (61); FWV: Heiner Dörner (69); Pro: Alfred Dagenbach (61); Linke: Hasso Ehinger (68).

Die jüngsten Stadträte sind Tanja Sagasser (32, SPD), Nico Weinmann (36, FDP), Malte Höch (38, FWV), und Heiko Auchter (38, Pro). Der jüngste CDU-Mann ist mit 40 Jahren Alexander Throm. Keinen Stadtrat unter 40 Jahre stellen die Grünen.

Die Berufevielfalt des neuen Gemeinderates reicht von Unternehmern, Angestellten, Pfarrern, Rechtsanwälten und Lehrern bis hin zu Wengertern, Gärtnern und Beamten - vor allem in Polizeidiensten. Die größte Gruppe jedoch sind die Rentner.