Hafen erobert sich Platz sieben zurück

Heilbronn - Der Hafen Heilbronn profitiert von der konjunkturellen Erholung. Im vergangenen Jahr ist die Menge der umgeschlagenen Güter um 10,4 Prozent auf 3,98 Millionen Tonnen gestiegen, wie die Stadt im Hafenbericht 2010 mitteilt.

Heilbronn - Der Hafen Heilbronn profitiert von der konjunkturellen Erholung. Im vergangenen Jahr ist die Menge der umgeschlagenen Güter um 10,4 Prozent auf 3,98 Millionen Tonnen gestiegen, wie die Stadt im Hafenbericht 2010 mitteilt.

Damit hat Heilbronn den Hafen Kehl überholt und belegt nun wieder Rang sieben unter den deutschen Binnenhäfen. Vor Heilbronn liegen mit Duisburg, Köln, Neuss/Düsseldorf, Ludwigshafen, Mannheim und Karlsruhe nur noch Binnenhäfen am Rhein.

"Gründe für die positive Entwicklung waren insbesondere die Witterung und der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung", berichtet Hafendirektor Wolfgang Feger.

Steine und Erden

Wie in den vorangegangenen Jahren bildeten auch 2010 Steine und Erden die wichtigste Gütergruppe − dazu gehört Kies, Sand, Salz, Splitt, Flugasche, Gips und Erde. Von diesen Gütern wurden im abgelaufenen Jahr mehr als 2,4 Millionen Tonnen am Heilbronner Hafen umgeschlagen.

Danach folgen die festen mineralischen Brennstoffe, wozu vor allem Kohle zählt, mit knapp 918 000 Tonnen, und Nahrungs- und Futtermittel mit gut 247 000 Tonnen. Den deutlichsten Zuwachs gab es bei Erdöl, Mineralöl und deren Erzeugnissen und Gasen, die um 86 Prozent auf knapp 135 000 Tonnen zulegten. Auch der Umschlag von Eisen, Stahl und Nicht-Eisen-Metallen machte einen Sprung um 73,5 Prozent auf 13 400 Tonnen. Der Rest verteilt sich auf Erz- und Metallabfälle, Düngemittel, land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, Fahrzeuge, Maschinen, Halb- und Fertigwaren und chemische Erzeugnisse.

Vom Gesamtumschlag 2010 entfielen 51,6 Prozent auf den Güterempfang und 48,4 Prozent auf den Güterversand. Die Schiffe, die den Heilbronner Hafen ansteuerten, fuhren 2010 mehrheitlich unter deutscher Flagge (58 Prozent). 38,3 Prozent kamen aus den Niederlanden, 2,85 Prozent aus Belgien. Weiteres Wachstum soll der Containerterminal bringen, der im Herbst eingeweiht wird. jüp