Gewo präsentiert solide Bilanz

Heilbronn - Die Heilbronner Wohnbaugenossenschaft Gewo baut in der Sontheimer Straße ein Studentenwohnheim. Das sagte Geschäftsführer Michael Günther bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend. 53 Studenten-Appartements sollen dort entstehen. „Das Baugesuch ist eingereicht“, sagte Günther. In diesem Herbst will die Genossenschaft mit der Großinvestition beginnen.

Von Manfred Stockburger

Gewo präsentiert solide Bilanz
So soll das Studentenwohnheim aussehen, das die Gewo in der Sontheimer Straße bauen möchte. Zurzeit läuft das Genehmigungsverfahren, Baubeginn soll im Herbst sein.Illustration: Gewo

Heilbronn - Die Heilbronner Wohnbaugenossenschaft Gewo baut in der Sontheimer Straße ein Studentenwohnheim. Das sagte Geschäftsführer Michael Günther bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend. 53 Studenten-Appartements sollen dort entstehen. „Das Baugesuch ist eingereicht“, sagte Günther. In diesem Herbst will die Genossenschaft mit der Großinvestition beginnen.

„Zweck unserer Genossenschaft ist die gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung“, sagte Günther - nicht nur für Studenten. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei knapp fünf Euro pro Quadratmeter. Ende 2008 hatte die Gewo mit aktuell 2044 Mitgliedern genau 1052 Wohnungen und zehn Gewerbeeinheiten in ihrem Bestand. „Der Wohnungsmarkt hat sich weiter entspannt“, sagte Günther. Zum Jahresende waren bei der Gewo gut 300 Familien gemeldet, die eine Wohnung suchten. Am unteren Ende des Marktes werde es aber weiterhin Probleme geben, weiß Günther. „Die Wohnungen reichen nicht aus, andererseits ist ein Neubau von Mietwohnungen aus Kostengründen für diese Nachfrage nicht möglich.“ Und zwar selbst dann, wenn man wie die Gewo ohne hohe Renditeerwartungen arbeite: „Die Verluste würden die Genossenschaft nachhaltig belasten.“

Gut drei Millionen Euro hat die Gewo im vergangenen Jahr in die Modernisierung des Wohnungsbestands investiert. „Die Reduzierung der Kosten für Heizung und Warmwasser gehören zunehmend zur Aufgabe einer sozialen Wohnungsversorgung“, erklärte Günther.

Modernisierung

Im vergangenen Jahr hat die 1911 gegründete Gewo im Bereich der Hausbewirtschaftung einen Umsatz von 5,5 Millionen Euro erzielt, 4,1 Millionen Euro davon waren Mieteinnahmen. „Im Gegensatz zu renditeorientierten Vermietern werden bei uns die Mieten nicht zur Befriedigung von Renditeerwartungen verwendet, sondern zu drei Vierteln in den Bestand investiert“, sagte Michael Günther nicht ohne Stolz.

Mit liquiden Mitteln von 1,1 Millionen Euro zum Jahresende, einem Bilanzgewinn von gut 100 000 Euro und einer von 36 auf 41 Prozent gesteigerten Eigenkapitalquote steht die Gewo gleichwohl wirtschaftlich gut da. „Unsere Zahlungsfähigkeit war und ist jederzeit gegeben“, betonte Günther.

Bei der Mitgliederversammlung standen neben dem Geschäftsbericht auch Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Dabei wurden in ihren Ämtern bestätigt der Bad Friedrichshaller Bürgermeister Peter Dolderer als Vorsitzender und als sein Stellvertreter der Vize-Chef der Kreissparkasse, Matthias Peschke.