Ein weiterer Schritt in Richtung Gartenschau

Heilbronn - Das mindestens 70 Hektar große Kerngebiet der Bundesgartenschau 2019 ist im Wesentlichen abgesteckt. Der Heilbronner Gemeinderat gab am Donnerstagabend einstimmig grünes Licht für einen landschaftsplanerischen Wettbewerb, der darüber entscheiden soll, wie weit die Buga reicht und wie das Gelände in zehn Jahren aussehen könnte.

Von Kilian Krauth

Ein weiterer Schritt in Richtung Gartenschau
Das Kernstück des Buga-Geländes liegt zwischen Hauptbahnhof (rechts) und Karl-Nägele-Brücke (links). Der Neckarpark wird integriert.Foto: Archiv/Dirks

Heilbronn - Das mindestens 70 Hektar große Kerngebiet der Bundesgartenschau 2019 ist im Wesentlichen abgesteckt. Mögliche Verknüpfungsbereiche könnten aber bis nach Böckingen und Neckargartach führen. Wie weit die Buga reicht und wie das Gelände in zehn Jahren aussehen könnte, wird ein landschaftsplanerischer Wettbewerb zeigen. Der Heilbronner Gemeinderat gab am Donnerstagabend einstimmig grünes Licht für die europaweite Ausschreibung, die rund 500 000 Euro kosten dürfte.

Bürger im Boot

Im Wesentlichen geht es um die Aufteilung von Ausstellungsflächen, Brücken, Neubauten und Dauergrün. In einer Ratsdrucksache ist bereits von Schauhallen sowie Infocenter und Pavillons für Gartenbau, Landschaftsbau und Gräber die Rede. Die genaueren Wettbewerbsaufgaben, inklusive Kosten, müssen aber bis Frühjahr 2010 noch konkretisiert werden: nicht nur von Verwaltung und Gemeinderat, wie Baubürgermeister Wilfried Hajek unterstrich, auch Bürger dürfen in Workshops mitreden. Nach der für Sommer 2010 geplanten Auslobung soll der Siegerentwurf spätestens im Frühjahr 2011 feststehen.

Als Rahmen für den Wettbewerb dient zunächst eine Studie von 2004. Die hier definierten fünf Buga-Zonen mit Neckarpark, Fruchtschuppenareal, Wohlgelegen, Bahnhofsvorstadt und Böckingen sind Teil einer städtebaulichen Vision, die mit Hilfe des neuen Stadtteils Neckarvorstadt ein Scharnier zwischen den Stadtteilen auf beiden Seiten des Neckars schaffen soll. Fuß- und Radwegeverbindungen in einer Parklandschaft sollen auch nach der Gartenschau dauerhaft die Stadtteile vernetzen, erläuterte Hajek.

Die Vision Neckarvorstadt wurde inzwischen von den Büros Steidle und t17 in einem Masterplan konkretisiert. Der Gemeinderat segnete ihn wie berichtet erst vor zwei Wochen ab. Er sieht beispielsweise zwei neue Seen vor, die auf ehemalige Hafenbecken anspielen.

Ratsstimmen

In der Flächen- und damit Kostenfrage "mit Maß und nicht maßlos ranzugehen", forderte Alexander Throm (CDU). Nico Weinmann (FDP) wünschte sich eine "kompakte Buga mit schwarzen Zahlen" und Sibylle Mösse-Hagen (SPD) "einen strafferen Zeitplan". "Ohne Buga wäre nie soviel Hirnschmalz in die Erschließung des Neckars geflossen", befand Wolf Theilacker (Grüne). Jürgen Mosthaf (FWV) sagte: "Ob wir's uns leisten können, steht noch in den Sternen." Mit Blick auf Fördergelder meinte dagegen Alfred Dagenbach (Pro): "Wir wären mit Dummheit gepudert, würden wir diese große Chance für Heilbronn nicht nutzen."