Dreiklang der natürlichen Vielfalt

Erholung und Tourismus am Fluss - Teil 5

Dreiklang der natürlichen Vielfalt
Der Neckar fließt mit vielen Windungen und Schleifen rund 40 Kilometer durch die Region Heilbronn-Franken.Foto: Regionalverband Heilbronn-Franken

Heilbronn - In den kommenden Jahren werden die Regionen nicht nur bei Arbeitsplätzen und öffentlichen Verkehrs- und Bildungsangeboten miteinander konkurrieren, sondern auch über eine möglichst gute Lebens- und Umweltqualität. Das Neckartal besitzt ob seines attraktiven Umfeldes eine gute erholungsbezogene Qualität und damit eine wichtige Bedeutung für die Bürger und die wirtschaftlichen Betriebe. Dieses Potenzial ist ein weicher Standortfaktor und Basis für die touristische Nutzung sowie die Weiterentwicklung zum regionalen Neckarpark.

Die Basis dafür liegt im Dreiklang der natürlichen Vielfalt, des kulturhistorischen Erbes und der bestehenden touristischen Einrichtungen, die das Neckartal auszeichnen:

Landschaftliches Potenzial: Das vielfältige landschaftliche Potenzial des Neckartales ist geprägt durch seine überschaubaren Strukturen. Der zumeist wenig mehr als 100 Meter breite Neckar fließt mit vielen Windungen und Schleifen 40 Kilometer durch die Region Heilbronn-Franken. Begleitet wird der Neckar von fruchtbaren Talauen und in vielen Bereichen von mit Weinreben bewachsenen Hängen. Die angrenzenden Keuperberge sind häufig gekrönt von kleineren Waldflächen. Insgesamt spiegelt das Neckartal das Bild einer anmutigen Weinbaulandschaft wider.

Ausstattung Die Höhenunterschiede von 60 bis 200 Metern zwischen der Wasserfläche des Neckars bis zur Hangkante und den angrenzenden Höhen sind für Spaziergänger, Walker und Radfahrer noch zu bewältigen. Die freien Landschaftsräume außerhalb der Städte, Dörfer und der industriellen Agglomeration Heilbronn/Neckarsulm stellen ausreichend Raum zur Erholung und Regeneration zur Verfügung.

Kulturhistorisches Erbe: Das Neckartal ist mit vielen kulturhistorischen Denkmälern, historischen Städten, zahlreichen, vielfach bewirtschafteten Burgen und Schlössern, mit Kirchen, früheren Klosteranlagen und Museen, aber auch kulturtechnischen Bauwerken, wie Schleusen oder einem Besuchersalzbergwerk, reich gesegnet.

Touristische Infrastruktur: Das landschaftliche und kulturhistorische Potenzial ist Basis des regionalen Neckarparks und bildet den äußeren Rahmen für die geschaffene infrastrukturelle Ausstattung, wie Aussichtspunkte und Türme, Wanderparkplätze, touristische Straßen sowie Rad- und Wanderwege, Anlegeplätze für die weiße Flotte, Golfplätze im näheren Umfeld und vor allem auch für die vielen gastronomischen Betriebe.

Vernetzung Schließlich trägt der Fremdenverkehr zur regionalen Wertschöpfungskette bei. Allein 3000 Menschen sind im Gastgewerbe beschäftigt. Hinzu kommen weitere Arbeitsplätze, die indirekt von diesem Sektor profitieren, beispielsweise die Winzer oder der Handel.

Dies alles fügt sich stimmig zusammen zu einem gewachsenen regionalen Landschaftspark. Da und dort sind Erneuerungen und Ergänzungen erforderlich, beispielsweise lokale Neckarpromenaden, durchgängige Radwege oder Verbesserungen der Aufenthaltsqualität am Neckar.

Insgesamt ist eine stärkere Vernetzung durch Kooperation wünschenswert. So könnten die Bereiche, die von Bürgern und Kurgästen oder Kurzzeittouristen zur Erholung genutzt werden, zum gegenseitigen Vorteil noch mehr verknüpft werden.

Letzter Teil: Fazit und Ausblick

Diese Serie, die von Fachleuten unter der Federführung des Regionalverbands Heilbronn-Franken geschrieben wird, soll eine Diskussionsgrundlage schaffen, um den Neckar in der Region zu einer Marke zu machen.