DNA-Vergleich: Neckarleiche ist André Hellmich

Der DNA-Vergleich mit Spuren an seiner Zahnbürste brachte die letzte Gewissheit: Die Wasserleiche, die am vergangenen Mittwoch im Neckar entdeckt wurde, ist der vermisste Schüler André Hellmich. „Wir wissen jetzt definitiv, dass er es ist, wir wissen aber nicht, wie er ins Wasser gelangt ist“, stellte Polizeisprecher Peter Lechner fest

Email
André Hellmich
Heilbronn - Der DNA-Vergleich mit Spuren an seiner Zahnbürste brachte die letzte Gewissheit: Die Wasserleiche, die am vergangenen Mittwoch im Neckar entdeckt wurde, ist der vermisste Schüler André Hellmich. „Wir wissen jetzt definitiv, dass er es ist, wir wissen aber nicht, wie er ins Wasser gelangt ist“, stellte Polizeisprecher Peter Lechner gestern fest.

Wochenlang hatten Polizei, Familie und Freunde nach dem 18-jährigen Obersulmer gesucht. Tausende Flugblätter hatten die Freunde verteilt. Seit dem 21. Dezember war der Schüler verschwunden, nachdem er zuletzt bei einer Musikprobe in Heilbronn gesehen worden war.

Weder bei der Suche nach dem Vermissten noch bei der Obduktion der Leiche gab es Hinweise auf Fremdverschulden oder ein Verbrechen. Einen Abschiedsbrief oder Ähnliches fanden die Ermittler ebenfalls nicht. Ein Ermittlungsverfahren leitet die Polizei nur ein, wenn Verdacht auf eine Straftat besteht. Derzeit ist es ein Todesermittlungsverfahren, das bei einem unnatürlichen Leichenfund vorgeschrieben ist. Noch liegen nicht alle Obduktionsergebnisse vor. Feingewebliche Untersuchungen dauern in der Regel einige Wochen. „Die warten wir ab“, sagte Pressestaatsanwältin Michaela Molnar. Ein Selbstmord oder Unglücksfall sei „nicht auszuschließen“.

Mehrere Wochen hatte der leblose Körper im Wasser gelegen. Verstümmelungen am Körper, die nach Einschätzung der Rechtsmediziner erst nach dem Tod verursacht worden sind, ordnen die Ermittler dem Wirken von Schiffsschrauben zu. cf