Betriebswirtschaft statt Ferien

Schülergruppe mit Teilnehmern aus ganz Deutschland besucht die Innovationsfabrik

Betriebswirtschaft statt Ferien
Schüler des Economic Summer Camps informieren sich in der Innovationsfabrik über das Thema Unternehmensgründung.Foto: Janina Hirth

Heilbronn - - Wie gründet man ein Unternehmen? 23 Schüler lauschen gebannt dem Vortrag von Thomas Schön. Doch die Szene spielt sich keineswegs in der Schule ab, sondern in der Innovationsfabrik Heilbronn (IFH), dem Gründerzentrum in der Weipertstraße. Bei den Schülern handelt es sich um die Teilnehmer des Economic Summer Camps (ESC) − einer einwöchigen Freizeit, in der Wirtschaft hautnah erlebt werden soll. Das Ferienlager wird vom Verein "Jugend entdeckt Marktwirtschaft" veranstaltet. Die Teilnehmer aus ganz Deutschland sind im Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim untergebracht.

Peter Heinke, Geschäftsführer der IFH, erklärt den Schülern, wie das Gründerzentrum Menschen mit guten Ideen fördert. Thomas Schön hat sich mit Hilfe der IFH selbstständig gemacht und berichtet vom Aufbau seines Beratungsunternehmens für Prüftechnik. Die Schüler sind sehr interessiert und stellen viele Fragen. Dabei greifen sie auch auf ihr neues Fachwissen zurück. So wollen sie wissen, wie Ideen geschützt werden, was das Beste an der Selbstständigkeit sei und ob man für diese seine Freunde aufgeben müsse. Dominik Erchinger (18) könnte sich vorstellen, selbst einmal ein Unternehmen zu gründen: "Wenn die richtige Idee kommt."

Auch den Rest der Woche steht die Wirtschaft im Mittelpunkt des ESC: Jeden Morgen gibt es Vorträge von fachkundigen Referenten. "Gestern war eine Professorin aus Berlin da. Die konnte man super zum Thema Unternehmensführung und zum Studium befragen", erzählt Patricia Kleinle (18) begeistert. Am Nachmittag darf dann in Unternehmen, eine Bank oder die Börse hineingeschnuppert werden. Diese Praxiserfahrungen finden die Schüler besonders spannend.

Julia Zyder (18) findet vor allem die Tipps fürs Studium hilfreich. In den Diskussionen mit Betreuern und Dozenten hat sie reichlich Informationen zu Studiengängen mit Wirtschaftsbezug bekommen. Vielleicht kommt dann in einigen Jahren einer der Schüler mit seinem eigenen Geschäftsplan zur IFH. hir