Heilbronn
Lesezeichen setzen Merken

20 Millionen Haushaltsloch: Kürzen reicht nicht

Im Haushalt der Stadt Heilbronn klafft ein millionenschweres strukturelles Defizit. Die üblichen Streichrunden dürften nicht reichen, um es zu reduzieren. Finanzdezernent Martin Diepgen hat andere Ideen.

Von Joachim Friedl
  |    | 
Lesezeit  1 Min
Rathaus Heilbronn
Der Heilbronner Haushalt weist 20 Millionen Euro Defizit aus. Foto: Archiv/Mugler

Die CDU-Fraktion pochte denn auch im Rahmen der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2017/2018 darauf, dass die Finanzverwaltung bis Ende des Jahres Vorschläge erarbeitet, wie künftig jährlich 20 Millionen Euro eingespart werden können. "Wir werden diesem Auftrag nachkommen und ein Sparkonzept vorlegen", versichert Finanzdezernent Martin Diepgen. Für ihn heißt das aber nicht, dass "schon ab 2018 die 20 Millionen Euro eingespart werden".

Schon heute ist Diepgen klar, dass die 20 Millionen Euro nicht über übliche Streichrunden erreicht werden: "Das geht nur durch intensive und vorbehaltlose Aufgabenkritik, die Überprüfung von Standards, Umstrukturierung, Leistungseinschnitte und durch Einsparungen beim Personalaufwand über Fluktuation", zählt er mögliche Ansatzpunkte auf. Auf Zahlen, mit wie vielen Mitarbeitern die Verwaltung noch effizient arbeiten kann, legt sich Diepgen nicht fest.

Dass die Verwaltung bereits erste Sparprozesse eingeleitet hat, belegt Diepgen unter anderem damit, dass die aktuellen Haushaltsansätze auf dem Niveau von 2015 eingefroren wurden. 2017 wird mit externer Beratung ein zweiter Konsolidierungsschritt begonnen.

 

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
  Nach oben