Heilbronn
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150.000 Euro für die neue Marke der Stadt

Für 150.000 Euro wird die in Braunschweig und Berlin ansässige Agentur "wirDesign" ein neues Marken- und Kommunikationskonzept für die Stadt Heilbronn erarbeiten.

Von Iris Baars-Werner
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Die Agentur hat auch das Stadtlogo für Saarbrücken entworfen − mit allem, was dazugehört.

Der Freigabe der Mittel für diesen Auftrag stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitagnachmittag zu. Die städtische Tochter Heilbronn Marketing (HMG) beteiligt sich aus ihrem Budget mit 35.000 Euro an den Entwicklungskosten.

Die Kommunikationsagentur "wirDesign" ist von den 42 Agenturen als Wunschpartner übrig geblieben, die im Jahr 2016 Interesse an der Gestaltung des neuen Markenauftritts der Stadt Heilbronn und ihrer Tochtergesellschaften gezeigt hatten. Aus einer strengen Vorauswahl waren zunächst zehn Agenturen einer Jury präsentiert worden, die fünf Agenturen aufforderte, eine erste Idee auszuarbeiten. Über einen weiteren Jury-Schritt kristallisierte sich aus den zwei besten Angeboten zu guter Letzt "wirDesign" heraus.

"Sie haben die größte Erfahrung mit Stadtmarketing", ließ Florian Baasch von der Rathaus-Stabsstelle Strategie die Stadträte wissen, in wichtigen Top-Ten-Rankings seien sie vertreten. Unter anderem hat die Agentur für die Städte Nürnberg und Saarbrücken gearbeitet. "Wir haben eine gute Wahl getroffen", ist Oberbürgermeister Harry Mergel überzeugt. Ihm lag aber auch daran, zu betonen, dass die Herausbildung einer Marke nur ein Mosaikstein der Stadtentwicklungskonzeption sei. Damit erklärte er auch die Dauer des Prozesses.

Anforderungen an die Entwicklung von Logo und Slogan

"Gut, dass die Stadt jetzt auf die Tube drückt", meinte CDU-Stadtrat Thomas Aurich und mahnte zur Eile, was die Entwicklung von Slogan und Logo angehe. Dass die "Dachmarke" Heilbronns "dringend überarbeitet" werden müsse, davon zeigte sich SPD-Fraktionschef Rainer Hinderer überzeugt. Der künftige Auftritt der Stadt müsse "moderner und frischer" werden, gleichwohl wünschte er sich, dass die Stadtfarben weiter auftauchen.

Als "bunter Flickenteppich" erscheint Karl-Heinz Kimmerle (Grüne) das, womit Stadt, HMG und städtische Firmen bisher werben. Den Kreativen nicht zu viele Vorgaben zu machen, mahnte Nico Weinmann (FDP). Spannend werde es, "wenn es um die Auswahl der Ideen geht". Dann will der Gemeinderat wieder mitreden.

Dass Heilbronn "zwischen Anspruch und Wirklichkeit erhebliche Defizite" habe, sagte Alfred Dagenbach (Pro), stimmte aber zu. Birgit Brenner (Bunte) votierte dagegen: "Bevor man die Verpackung kreiert, muss der Inhalt feststehen".

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