Spenden machen in der Stadt vieles leichter

Stiftungen und Mäzene unterstützen zahlreiche Projekte für Kinder in Heilbronn und die Keramikkünstlerin Lee Babel

Von Joachim Friedl

Von Joachim Friedl

Finanziert werden mit dem Geld der Bürgerstiftung diese Projekte:

V Lärmreduzierte Tore für den Bolzplatz auf den Sachsenäckern in Neckargartach; 7000 Euro.

V Jugendbänke für das Spiel- und Sportgelände in Kirchhausen; 1200 Euro.

V Streetballkorb auf dem Spielplatz hinter dem Wertwiesenpark und in Klingenberg; 4400 Euro.

V Niedrigseilparcours im Stadtzentrum; 20 000 Euro. Bei diesem Gerät, das am Rande des Neckarparks aufgestellt wird, handelt es sich um eine Einrichtung, an der Kinder ihre motorischen Fähigkeiten fortentwickeln können. Gekauft wird ein robustes Gerät, da in diesem Fall keine pädagogische Betreuung erfolgt.

V Herrichten des Platzes „Uhlandslinde“; 15 000 Euro.

Die Mitglieder des gemeinderätlichen Verwaltungsausschusses zeigten sich am Montag über die Großzügigkeit der Bürgerstiftung erfreut. „Die Stiftung entlastet zum einen die kommunalen Finanzen, zum anderen können die Angebote im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich sinnvoll ergänzt werden“, würdigte SPD-Stadtrat Rainer Hinderer das Engagement. Von einem „äußerst vernünftigen Projekt, um die kinderfeindliche Stadtlandschaft reizvoller für Kinder zu machen“, sprach Grünen-Stadtrat Karl-Heinz Kimmerle.

Diese Äußerung Kimmerles rief

Disput um Aussage über „kinderfeindliche Stadt“

Horst Reinecker auf den Plan: „Das ist eine Beleidigung, wenn man sieht, was alles in dieser Stadt für Kinder getan wird“, erregte sich der CDU-Stadtrat. Als auch noch Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach das Wort gegen den Grünen-Stadtrat ergreifen wollte, relativierte Karl-Heinz Kimmerle seine Aussage, Stadtlandschaften seien kinderfeindlich.

Lee Babel (66), die zu den führenden Keramikerinnen Europas gehört, will eine Dokumentation über ihre gesamte berufliche Arbeit erstellen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 17 000 Euro. Die Künstlerin selbst bringt 7000 Euro in das Projekt ein. Die Restsumme übernehmen zu unterschiedlichen Anteilen die Sparkassenstiftung (2500 Euro), die Paul-und-Anna-Göbel-Stiftung (3000 Euro), die Südwestdeutschen Salzwerke AG (2000 Euro), die Stadtwerke Heilbronn (500 Euro) und die Heilbronner Versorgungs GmbH (2000 Euro). Die Dokumentation soll noch im Jahr 2006 erscheinen.