Lob für den vorbildlichen Landkreis

Verabschiedung von Landrat Klaus Czernuska Nachfolger Detlef Piepenburg vereidigt

Von Rolf Muth

Lob für den vorbildlichen Landkreis
Bei der Verabschiedung verlieh Innenminister Heribert Rech (links) Klaus Czernuska das Bundesverdienstkreuz.

In seinen 16 Amtsjahren als Landrat habe Klaus Czernuska die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten zum Wohle der ganzen Region genutzt, betonte der baden-württembergische Innenminister bei der Verabschiedung in Untergruppenbach. Beispiel Wirtschaftsförderung. Gegen den Trend wurden im Kreis Arbeitsplätze geschaffen. Rech: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist seit 1989 um über 20 000 auf rund 100 000 gestiegen, die Einwohnerzahl von 259 000 auf 329 000.

Vorbildlich sei der Ausbau der beruflichen Schulen. Die Jugendlichen sind unser Zukunftskapital.

Wichtige Akzente habe Czernuska auch durch die Fusion der Kreiskrankenhäuser mit den Heilbronner Kliniken und beim Ausbau des Personennahverkehrs gesetzt.

Ich habe ausgesprochen gerne mit ihnen zusammengearbeitet , betonte der Stuttgarter Regierungspräsident Dr. Udo Andriof. Der Haushalt des Landkreises sei äußerst solide. Zur Entlastung der Landkreiskommunen ist kürzlich sogar die Kreisumlage gesenkt worden. Andriof: Das ist beispielhaft im ganzen Land.

Czernuska habe über alle differenzierten Meinungen und Ideologien hinweg einzig und alleine zum Wohle des Kreises und seiner Bürger gehandelt, betonte Erich Pretz, stellvertretender Vorsitzender des Kreistags. Der scheidende Landrat sei keiner Diskussion aus dem Wege gegangen. Er war an der Meinung anderer interessiert, um die eigene Sicht der Dinge auf den Prüfstand stellen zu können.

Landrat Czernuska hat die Interessen der Städte und Gemeinden sehr gut vertreten , bekräftigte Harry Brunnet, Chef des Gemeindetagskreisverbands. Er hinterlasse einen wirtschaftsstarken Landkreis mit einem hervorragendem Entwicklungspotential. Die Landratskollegen lassen Czernuska nur mit Wehmut ziehen. Wir haben seine Klugheit und Ehrlichkeit geschätzt. Helmut Jahn, Landrat im Hohenlohekreis, zeichnete Czernuska mit der silbernen Ehrenmedaille des Landkreistags aus.

Mit Stolz blickte Czernuska auf die geleistete Arbeit, auf die Mitstreiter und seine Mitarbeiter zurück. Die Sorge aber um die Finanzen nehme er mit in den Ruhestand. Die Entwicklungsmöglichkeiten, die kommunale Selbstverwaltung der Städte, Gemeinden und Kreise lässt mich nicht los. Was von Städten und Kreisen erwartet wird, werde bald nicht mehr leistbar sein, solange andere bestimmen, ohne dann aber auch die Folgekosten zu tragen. Seinem Nachfolger Detlef Piepenburg wünschte Czernuska Erfolg, eine glückliche Hand, Menschen, die Sie optimistisch begleiten.

Piepenburg, vom Heilbronner Kreistag mit einem Traumergebnis von 100 Prozent gewählt, sei durch seinen persönlichen und beruflichen Werdegang - zuletzt als Landrat im Neckar-Odenwald-Kreis - bestens qualifiziert, dieses Amt mit Leben zu erfüllen, betonte Innenminister Heribert Rech, bevor Regierungspräsident Udo Andriof den neuen Landrat verpflichtete.

Es ist ein großartiges Gefühl, von so einem Konsens getragen zu werden , unterstrich Detlef Piepenburg. Er baue auf ein stabiles und tragfähiges Fundament , wisse aber, dass auch der Landkreis finanzielle Engpässe, Probleme des Arbeitsmarkts und demographische Entwicklungen zu meistern habe.

Kommentar Stabwechsel

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Regierungspräsident Udo Andriof (links) verpflichtete den neuen Landrat Detlef Piepenburg. (Fotos:Ulrike Kugler)