Er prägte das THG

Feierstunde für den ehemaligen Direktor Karl Epting

Von red

Er prägte das THG

Karl Epting

Vor 100 Jahren wurde Karl Epting in Ghana geboren. Nach seiner Schulzeit in Basel und Korntal besuchte er die evangelisch-theologischen Seminare in Schöntal und Urach. 1924 bis 1928 studierte er Romanistik, Germanistik und Geschichte in Tübingen, Dijon und München. In diesen Jahren empfing Karl Epting eine starke Prägung durch die Jugendbewegung.

1928 und 1929 machte er Staatsexamen und wurde in Germanistik promoviert. 1929 bis 1934 war Epting für das Tübinger Studentenwerk, später in Genf für das Weltstudentenwerk tätig. 1934 bis 1939 leitete er in Paris die Zweigstelle des deutschen Akademischen Austauschdienstes, arbeitete 1939 bis 1940 in der Deutschen Informationsstelle des Auswärtigen Amtes und war von 1940 bis 1944 Direktor des Deutschen Instituts in Paris. In dieser Zeit erfolgte auch seine Habilitation. Von 1947 bis 1949 dauerte seine Untersuchungshaft im französischen Gefängnis; sein Prozess endete mit einem Freispruch. Zwei Jahre lang stand Epting einem Kölner Verlag vor und trat 1952 in den Höheren Schuldienst ein.

Von 1960 bis 1969 leitete er das Theodor-Heuss-Gymnasium Heilbronn. Er w hat seine Schule nachhaltig geprägt. Mit aller Kraft hat er sich darum bemüht, die drohende Aushöhlung des humanistischen Gymnasiums aufzuhalten, und zugleich immer betont, dass den Naturwissenschaften auch am THG eine herausragende Bedeutung zukomme.

Auf Karl Eptings Initiative wurde 1963 der Verein der Freunde des Theodor-Heuss-Gymnasiums Heilbronn gegründet. Neben seiner Schuleitertätigkeit veröffentlichte Karl Epting eine Vielzahl von wissenschaftlichen Büchern und Aufsätzen.