Um den Wollhaus-Turm steht es schlecht

Heilbronn - Um den verwitterten Turm des Heilbronner Wollhaus-Zentrums ist es schlechter bestellt als bisher angenommen. Neben den Natursteinplatten ist auch die dahinterliegende Betonwand sanierungsbedürftig.

 

 

Heilbronn - Um den verwitterten Turm des Heilbronner Wollhaus-Zentrums ist es schlechter bestellt als bisher angenommen. „Nicht nur, dass im oberen Fassadenbereich mehr als 50 Prozent der Natursteinplatten schadhaft sind, auch die dahinterliegende Betonwand ist sanierungsbedürftig“, sagte Bürgermeister Wilfried Hajek.

Wie berichtet, waren die ersten Schäden an der Natursteinfassade schon 1987 aufgetreten, 13 Jahre nach der Einweihung des Gebäudekomplexes. Später waren gut 20 Kilogramm schwere Plattenteile auf das Vordach gefallen.

Die Bauverwaltung hatte daraufhin für alle zwei Jahre Standsicherheitsnachweise angeordnet. Ende 2012 hatten sich die Eigentümer aufgrund des Schadensbildes für eine umfassende Untersuchung durch den Tüv Rheinland LGA Bautechnik GmbH entschieden. Seitdem steht das Gerüst. Das Tüv-Gutachten ist noch in Arbeit.

Die Kosten für eine komplett neue Fassade hatte der Heilbronner Architekt Andreas Fuchs mit mehr als zwei Millionen Euro angegeben – nicht eingerechnet die Betonsanierung.

Vertrag

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse rät Hajek den Eigentümern, zu denen auch die Stadt Heilbronn gehört, das gesamte Haus auch innen auf Schäden zu untersuchen. Gespannt ist er, wie sich die dänische Investorengruppe 2015 verhalten wird, wenn der Mietvertrag der Kaufhof Galeria-Fläche ausläuft.

Auf Eis gelegt sind der Abriss der Wollhausbrücke (Allee/Wilhelmstraße) und die Neugestaltung der darunter liegenden Fläche mit den Barackenbauten: „Wir konnten uns mit den Eigentümern, der Parkhausgesellschaft B+B, nicht einigen“, begründete Hajek. jof