Überblick über Heilbronner Baustellen verschafft

Heilbronn  Nicht die großen Projekte wie Neckarbogen, Experimenta II oder Bildungscampus, sondern kleinere, aber keineswegs unwichtige Vorhaben waren die Ziele der traditionellen Baustellenrundfahrt des Heilbronner Gemeinderats.

Von Joachim Friedl

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Lucas Michenfelder vom Amt für Straßenwesen erläutert den Verlauf der Paula-Fuchs-Allee. Im Hintergrund die neue Jugendherberge im Rohbau.

Fotos: Dennis Mugler

Mit dabei waren bei diesem Blick hinter die Kulissen auch zahlreiche ehemalige Stadträte.

Am 30. September wird der Neubau der Probebühnen für das Theater eingeweiht. Für 5,2 Millionen Euro entsteht an der Ecke Christophstraße/Hans-Seyfer-Straße ein Bauwerk, das nicht nur durch die schwarze Fassade, sondern auch durch das Innenleben besticht.

Notwendig wurde der Bau, weil sich die Provisorien an der Gymnasium- und Paulinenstraße seit Jahren in einem desolaten Zustand befinden und vernünftige Theaterarbeit kaum möglich ist. Die Requisiten verbleiben allerdings weiter in der Alten Kelter an der Gymnasiumstraße.

Neue Fahrzeughalle

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Der Kindergarten an der Blumenstraße in Böckingen besticht durch eine interessante Holzfassade. 60 Kinder werden hier ab Herbst in drei Gruppen betreut.

Rechtzeitig vor dem Winter wird die neue Fahrzeughalle des Betriebsamts an der Austraße fertig. Sie bietet 20 Stellplätze für Groß- und Spezialfahrzeuge und trägt auf dem Dach eine 80 Kilowatt Peak starke Photovoltaikanlage. "Um die schnelle Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge zu gewährleisten, wird die Halle frostfrei gehalten. Beim Öffnen der Tore schaltet die Heizung ab", erklärte Hochbauamtsleiter Johannes Straub. Dieter Klenk, Chef des Betriebsamts, merkte, an: "Die Erdarbeiten, das Einbringen des Schotterbetts und die Pflasterung erfolgt in Eigenleistung." Kosten: 1,4 Millionen Euro.

Die Paula-Fuchs-Allee, die 430 Meter lange und 28 Meter breite Hauptverkehrsstraße durch den Neckarbogen, wird bis Ende 2018 für sechs Millionen Euro auf einer Länge von 150 Metern ausgebaut. Anfang 2020 soll die zweispurige Straße dann bis zur Hafenstraße verlängert werden. 10.000 Fahrzeuge werden die Paula-Fuchs-Allee einmal täglich befahren. Die Gesamtkosten liegen bei 18,2 Millionen Euro.

 

 

Uferverbau im Hafen

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Die Schrägufer im Heilbronner Hafen werden Schritt für Schritt begradigt.

Die Schrägufer im Hafen sind mittlerweile 80 Jahre alt und in einem schlechten Zustand. In einem ersten, 2,2 Millionen Euro teuren Bauabschnitt werden derzeit im Bereich des Beweka Kraftfutterwerks an der Hafenstraße auf einer Länge von 153 Metern Spundwände in den Fels getrieben. Dadurch wird ein senkrechter Uferverbau möglich, der das einfachere An- und Ablegen der Schiffe gewährleistet und das Be- und Entladen vereinfacht.

2,85 Millionen Euro kostet der neue Kindergarten an der Blumenstraße in Böckingen. Bei diesem Betrag musste so mancher Kommunalpolitiker erst einmal kräftig durchschnaufen, obwohl er den Betrag einst genehmigt hat. "Hoffen wir, dass hier etwas Wertiges entsteht und lange hält", fasste FDP-Stadtrat Michael Link seine Überraschung in Worte. Der zweigeschossige, rechtwinklige Holzbau ist für 60 Kinder konzipiert. Betreut werden die Kinder in drei Gruppen. Bezogen wird die Einrichtung mit Beginn des kommenden Kindergartenjahres. Die Einrichtung ist unter anderem mit einem Aufzug, einem Bewegungsraum, einer Atelierwerkstatt und einem Elternsprechzimmer ausgestattet. Das Grundstück, auf dem der alte Kindergarten steht, wird verkauft, wie Daniela Branz vom Hochbauamt sagte.

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Der neue Kinderspielplatz im Wohngebiet Maihalde II kommt gut an.

Binnen kürzester Zeit hat sich der Kinderspielplatz im Frankenbacher Wohngebiet Maihalde II zu einem Treffpunkt für Familien entwickelt. Topografisch bedingt, bietet er drei Ebenen, die mit Aufstiegen und einer Rutsche verbunden sind. "Ziel war es, möglichst viele Angebote für die unterschiedlichen Interessen und verschiedenen Altersgruppen bereitzustellen", erklärte Hans-Peter Barz, Leiter des Grünflächenamtes. Kosten: 165.000 Euro.