Stadt nimmt knapp 390.000 Euro aus Hundesteuer ein

Heilbronn  Die Stadt Heilbronn nahm im vergangenen Jahr rund 14.000 Euro mehr an Hundesteuer ein als 2014. Die Zahl der Vierbeiner ist erneut gestiegen.

Bei gleichbleibenden Steuersätzen und einer auch 2015 deutlich gestiegenen Hundezahl gegenüber 2014 hat die Stadt Heilbronn im vergangenen Jahr rund 388.000 Euro aus der Hundesteuer eingenommen. Das sind über 14.000 Euro mehr als noch im Jahr 2014, wie aus einer Übersicht der Stadtkämmerei hervorgeht. 

Waren 2014 insgesamt 3147 Ersthunde gemeldet, so stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Ersthunde um 145 auf 3292, für die ein Steuersatz von 110 Euro pro Jahr fällig war. 2013 waren 3130 Ersthunde gemeldet.

Die Zahl der weiteren Hunde, für die ein Steuersatz von 240 Euro pro Jahr erhoben wird, stieg 2015 ebenfalls deutlich an - um 20 auf nun 125. Im vergangenen Jahr waren 78 Hunde steuerbefreit, vier weniger als 2014. 

Im Jahr 2015 wurden zwei gefährliche Hunde mit einem Steuersatz von 300 Euro besteuert – zwei weniger als 2014. Insgesamt waren im letzten Jahr 3509 Hunde bei der Stadt Heilbronn gemeldet, 157 mehr als 2014. Im Jahr 2005 lag die Zahl der Hunde noch bei 3003.

Rund 139.000 Euro aus Zweitwohnungssteuer 

Während die Einnahmen bei der Hundesteuer gestiegen sind, hat die Stadt bei der Zweitwohnungssteuer 11.000 Euro weniger eingenommen. Seit 2011 folgt Heilbronn dem Beispiel anderer deutscher Städte und erhebt eine Zweitwohnungssteuer, um Inhaber solcher Wohnungen an der Finanzierung der örtlichen Infrastruktur zu beteiligen. Dabei sind im vergangenen Jahr rund 139.000 Euro in die städtischen Kassen geflossen, wie die Steuerabteilung mitteilt. Im Jahr zuvor lag der Betrag noch bei rund 150.000 Euro.

356 Wohnungen wurden bis Ende 2015 steuerlich veranlagt, für 684 Zweitwohnungen wurde eine Steuerbefreiung erteilt. Im Jahr zuvor wurde für 458 Zweitwohnungen eine Steuer erhoben, 773 waren steuerlich befreit. Bei der erstmaligen Erhebung der Zweitwohnungssteuer waren Ende 2011 insgesamt 635 Zweitwohnungen steuerpflichtig, 462 Mal wurde eine Steuerbefreiung erteilt.

Die Zweitwohnungssteuer berechnet sich nach dem jährlichen Mietaufwand und beträgt zehn Prozent der Jahresnettokaltmiete (Miete ohne Heizung und Nebenkosten). Als Mietaufwand gelten auch andere Formen eines vertraglich vereinbarten Überlassungsentgelts wie Pacht oder Leibrente. Unter anderem sind Inhaber von Zweitwohnungen steuerbefreit, wenn sie ihre Haupt- oder Zweitwohnung in einem Alten- oder Pflegeheim haben. red