Sachwalterin vieler Bürgerinteressen

65. Geburtstag und Bundesverdienstkreuz: Heute großer Tag für SPD-Stadträtin Anne Allinger

Von Joachim Friedl

Anne Allinger ist auch mit leisen Tönen eine erfolgreiche Stadträtin.Foto: privat

Heilbronn - Anne Allinger, mit 29 Ratsjahren dienstälteste Stadträtin im Heilbronner Gemeinderat, feiert heute ihren 65. Geburtstag. In Würdigung ihrer ehrenamtlichen Verdienste in der Kommunalpolitik sowie in den Bereichen Sport und Soziales verleiht Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach der engagierten Frau am heutigen Tag das Bundesverdienstkreuz.

Als Sachwalterin Neckargartacher Interessen, wobei die Sozialdemokratin über all die Jahrzehnte nie die Gesamtstadt aus den Augen verlor, agiert Anne Allinger couragiert und mit einer besonnenen und äußerst sachlichen Art. Es sind nicht die lauten Töne, die sie schätzt. Dennoch: Ihr Wort hat dank fundierter Sachkenntnis Gewicht in der Heilbronner Kommunalpolitik. Aber nicht nur im Rathaus findet die Mutter zweier erwachsener Kinder Gehör, sondern auch innerhalb der Partei, zu der sie 1970 wegen der Ostpolitik von Willy Brandt gefunden hatte. Unter anderem war sie 15 Jahre lang stellvertretende Vorsitzende im Kreisverband Heilbronn-Stadt und über viele Jahre einer der führenden Köpfe der SPD-Fraktion. An der Seite von Günter Erlewein und Dieter Spöri hielt sie bei zwei Landtagswahlkämpfen (1984 und 1991) als Zweitkandidatin die SPD-Fahne hoch.

Akzente setzte Anne Allinger aber auch in anderen Ehrenämtern wie in der evangelischen Kirche, bei der Arbeiterwohlfahrt, im Kreisseniorenrat, bei den Naturfreunden, im Verein Frauen helfen Frauen, bei Pro Familia, im Sportkreis und beim VfL Neckargartach. Sechs Jahre war sie Vorsitzende des Stadtteilvereins, aus dem sie sich nach dem Scheitern der angestrebten Fusion mit der Spvgg Frankenbach und drei Jahren erfolgloser Überzeugungsarbeit enttäuscht zurückzog.

Als ein „gutes Stück Neckargartach“ setzte Anne Allinger in fast drei Jahrzehnten als Stadträtin dennoch Marksteine. Beispielhaft sei an die Ortskernsanierung, die Rettung der Hammerschmiede und das Nachtfahrverbot für Lastwagen durch die Ortsmitte erinnert. Dabei war der Liebhaberin klassischer Musik stets wichtig, den Menschen vor Ort und in schwierigen Lebenssituationen zu helfen und Verbesserungen für sie zu erreichen. Und sie selbst? Sie genießt ihre Freizeit am liebsten mit den Enkelkindern.