Heilbronner Wertwiesenpark nachts gesperrt

Heilbronn - Im Wertwiesenpark ist ab sofort der Aufenthalt zwischen 22 und 6 Uhr verboten. Die Stadt Heilbronn versucht mit dieser Regelung, den zunehmenden Vandalismus einzudämmen.


Heilbronn - Im Wertwiesenpark ist ab sofort der Aufenthalt zwischen 22 und 6 Uhr verboten. Diese Regelung hat das Grünflächenamt jetzt in Abstimmung mit dem Ordnungsamt und der Polizei aufgrund der steigenden Anzahl von nächtlichen Vandalismusschäden beschlossen. Die Polizei kann nun Randalierer und Betrunkene aus dem Park verweisen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung gab es dort zuletzt die unterschiedlichsten Vandalismusschäden. Zum Beispiel sei mehrmals versucht worden, den Holzpavillon anzuzünden, sagt Sprecher Christian Britzke. Brandflächen seien noch zu sehen.

Glasscherben

Und offensichtlich nahmen viele nächtliche Besucher ihre ausgetrunkenen Flaschen nicht mehr mit. Viele seien auch einfach zerschlagen worden, überall lagen Scherben. So zum Beispiel auch im Wassertretbecken. „Das ist dann natürlich gefährlich“, sagt Britzke. Zwischenzeitlich habe man deswegen die Tretanlage schon gar nicht mehr mit Wasser befüllt.

Die Stadt geht davon aus, dass das nächtliche Verbot vor allem positive Seiten hat. „Davon profitieren alle, die tagsüber gerne in den Park gehen und auch mal ihre Kinder springen lassen wollen“, sagt Britzke.

Das Verbot gilt ausdrücklich nicht für Radfahrer und Fußgänger, die den Wertwiesenpark als Verbindung zwischen Innenstadt und den Stadtteilen Sontheim und Böckingen nutzen wollen. Das Queren ist weiterhin erlaubt. Bis zum Jahr 2002 war der nächtliche Durchgang sogar ganz verboten, der Wertwiesenpark mit einem Zaun geschlossen.

Radwege

Gleichzeitig werden ab sofort die asphaltierten Wege im Park für Radfahrer freigegeben. Dabei appelliert die Stadtverwaltung an alle Radfahrer sowie an alle Skater auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen und nicht zu schnell zu fahren, um insbesondere Kinder und Senioren nicht zu gefährden.

Die Beschilderung im Park wurde bereits an diese Regelungen angepasst. red/Foto: Petersen

 
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