Heilbronner Busbahnhof soll modernisiert werden

Heilbronn  Keine WCs, eine schlechte Beleuchtung und nur wenige Unterstellmöglichkeiten: Die Situation auf dem Areal des Busbahnhofs am Heilbronner Hauptbahnhof ist alles andere als optimal. Das soll sich bis zur Buga 2019 ändern.

Von Carsten Friese

Busfahrgästen soll bis zur Buga am Heilbronner Busbahnhof ein schönerer Empfang geboten werden. Foto: Carsten Friese

Nach unserem Bericht über das Verkehrskonzept zur Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn hat Gross-Reisen-Geschäftsführer Wolfgang Kühner das Einbeziehen der regionalen Busse vermisst.

Da in Heilbronn und Umland rund drei Viertel der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr mit Bussen befördert würden, sollte man auch Bus-Fahrgästen ein günstiges Kombi-Ticket für Fahrt und Eintritt zur Gartenschau anbieten. Gleichzeitig fordert Kühner eine deutliche Verbesserung der Situation am Busbahnhof am Heilbronner Hauptbahnhof. Er kritisiert fehlende Unterstellmöglichkeiten für Reisende, abends eine schlechte Beleuchtung und das Fehlen eines WC-Angebotes. So sei es „ein miserabler Empfang“ der Gartenschau-Gäste, kritisiert Kühner.

Buga-GmbH-Geschäftsführer Hanspeter Faas verdeutlicht, dass man neben Reisenden mit Zug- und Stadtbahn natürlich auch Busfahrgästen ein Kombi-Ticket anbieten wolle. Entschieden sei noch nichts. Derzeit stehe man noch mit allen Nahverkehrsverbänden in Verhandlungen.

Die Stadt Heilbronn kündigt an, dass ein Gesamtverkehrskonzept für den Hauptbahnhof demnächst im Bauausschuss vorgestellt werde, das sich auch mit dem Areal des Busbahnhofs am Hauptbahnhof befasst. Mit dem Haupteigentümer der Fläche, der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), stehe man in engem Kontakt. Die AVG will auf dem Areal neue Wende- und Abstellanlagen für Stadtbahnen erweitern.

Bis zum Beginn der Umbauarbeiten will die Stadt „neue Angebote“ für Regional- und Fernbusse im Bereich des Hauptbahnhofs schaffen. Eine neue Infrastruktur mit Fahrgastunterständen und Toiletten soll bereitgestellt werden, teilt Christiane Ehrhardt mit, die Amtsleiterin im Amt für Straßenwesen. Hierfür stünden rund 900.000 Euro im Haushaltsplan 2017 der Stadt zur Verfügung.