Heilbronn mit neuer Fahrradzählsäule

Heilbronn  Erklärtes Ziel von Heilbronn ist, fahrradfreundlich zu werden. Dazu wurde heute die erste Fahrradzählsäule in Betrieb genommen. Sie steht am Neckaruferweg, südlich des Götzenturms.

 

 

Der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr von derzeit acht Prozent soll auf 15 Prozent steigen. Um dies zu erreichen, wollen die Planer auch ein Bewusstsein für Radler in der Stadt schaffen.

„Wir wollen damit die Radfahrer im Stadtverkehr sichtbarer machen und ihnen so zeigen, dass wir sie als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer ernst nehmen“, sagte Heilbronns Bürgermeister Wilfried Hajek bei der Einweihung. 

„Du zählst“ 

Unter dem Motto „Du zählst“ registriert die Fahrradzählsäule alle Fahrräder, die stadtein- oder –auswärts fahren. Möglich macht dies eine Induktionsschleife im Boden, die ein Magnetfeld aufbaut und so jedes vorbeifahrende Rad registriert. Nicht nur die Zahl der Radfahrer am Neckarufer kann so festgestellt werden, auch die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit sind messbar. Die Fehlerquote liegt bei weniger als fünf Prozent. 

Nach Angaben der Stadt wurde der Standort der Säule bewusst gewählt: Auf dem Radweg entlang des Neckars sind nicht nur viele Pendler und Alltagsradler unterwegs, auch Radfernwege wie der Württemberger Weinradweg und der Neckartal-Radweg führen hier entlang.

Displays 

Auf drei Displays informiert die 2,30 Meter hohe Säule zum einen über die Zahl der Radfahrer pro Tag, zum anderen zeigt sie in einer einem Barometer ähnlichen Darstellung die Radfahrer pro Jahr an. Als zusätzlicher Service sind auf dem dritten Display Datum, Uhrzeit und die aktuelle Temperatur zu sehen.

Ab dem 1. Januar beginnt bei der Säule die Jahreszählung für 2014. Die Leiterin des Amtes für Straßenwesen, Christiane Ehrhardt, geht in Spitzenzeiten von fast 4000 Fahrradfahrern pro Tag auf dieser Strecke aus. „Mittels der Säule können wir beobachten, wie sich der Radverkehr entwickelt. Wir sehen, ob unsere Radverkehrsmaßnahmen mit einem steigenden Anteil an Fahrradfahrern belohnt werden.“, erklärt die Ingenieurin. „Die Ergebnisse können wir dann in eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung einfließen lassen.“

Kosten

Die Kosten für die Säule belaufen sich auf rund 25.000 Euro. An der Gestaltung war eine Klasse der Akademie für Kommunikation unter der Leitung von Andreas Koschmieder beteiligt. Außerdem hat das Grünflächenamt den Bereich rund um die Säule gepflastert sowie zwei neue Sitzbänke aufgestellt. red