Heilbronn diskutiert Buga-Straßenprojekte

Heilbronn - Welche neuen Straßen und Brückenbauten sind für die Bundesgartenschau 2019 und das neue Stadtviertel Neckarbogen erforderlich? Der Heilbronner Gemeinderat muss über ein Investitions-Paket von 98,8 Millionen Euro entscheiden.

Buga

Heilbronn - Straßen und Brücken mit Kosten von 90 Millionen Euro plant die Stadt Heilbronn für die Bundesgartenschau 2019. Mit dem Paket, das nach 2019 um noch einmal neun Millionen Euro aufgestockt werden soll, will die Neckarmetropole aber keineswegs alleine die Buga-Veranstaltung bestücken: Die Straßen- und Brückenbauten sollen vor allem das Zukunftsgerüst des neuen Stadtteils Neckarbogen darstellen.

Wichtigste Punkte, über die der Gemeinderat der Stadt am kommenden Dienstag, 13. März, entscheiden soll, sind die Verlegung der Kalistraße, der Neubau der Bleichinselbrücke und der Bau eines ersten Teilstücks der Westrandstraße. Außerdem soll die Kranenstraße verlegt werden - weg vom Science Center Experimenta, hin zum Experimenta-Parkhaus. Zudem plant die Bauverwaltung mehrere Fuß- und Radwegbrücken.

„Das Investitionspaket ist von zentraler Bedeutung für die Stadtentwicklung, aber auch eine planerische und finanzielle Herausforderung“, sagt Baubürgermeister Wilfried Hajek. Hintergrund der nun vorgelegten Planung ist es auch, den sogenannten „Umweltverbund“ (ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr) im Gebiet Neckarbogen besonders zu stärken: eine attraktive Einbindung in das Fuß- und Radwegenetz, kurze Entfernungen zu Bus- und Bushaltestellen.

„Damit wollen wir das ehrgeizige Ziel erreichen, den Autoverkehr im Neckarbogen auf 30 Prozent aller Fahrten zu reduzieren – bezogen auf die Gesamtstadt beträgt er derzeit rund 70 Prozent aller Fahrten“, so Hajek.

 



Straßen und Brücken
 

  • Verlegung der Kalistraße, um Platz für einen Neckaruferpark zu schaffen. Statt eines Neubaus auf der anderen Neckarseite bevorzugt die Verwaltung jetzt die Variante, den Verkehr aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen über die auszubauende Karl-Nägele-Brücke, Fügerstraße/Weipertstraße zu lenken. Eine sogenannte Vorlandbrücke direkt westlich im Anschluss an die Nägele-Brücke soll die Fortführung der großzügigen Neckarpromenade Richtung Norden ermöglichen.

  • Neubau der in absehbarer Zeit abgängigen Bleichinselbrücke sowie daran anschließend ein erstes Teilstück der Westrandstraße zur Erschließung eines ersten Abschnitts des Neckarbogens. Im weiteren Verlauf erfolgt – im Gegensatz zu den bisherigen Planungen - lediglich ein Grundausbau der Westrandstraße, die während der Bundesgartenschau nun nicht das Ausstellungsgelände zerschneiden wird.

  • Verlegung der Kranenstraße von der Kraneninsel zum experimenta-Parkhaus, um den Neckarpark autofrei zu bekommen. Ein ersatzloser Verzicht, das haben Verkehrsuntersuchungen nachgewiesen, ist nicht möglich – die Straßen der nördlichen Alt-stadt würden den Umgehungsverkehr nicht bewältigen.

  • Neue Fuß- und Radwegbrücken: von der Bahnhofsvorstadt über das Gleisfeld des Hauptbahnhofs zum Neckarbogen, vom Neckarbogen über den Neckar zum Innovationspark HIP, vom Neckarbogen über den Neckarkanal nach Böckingen, und südlich der Bahnbrücke über die Neckartalstraße nach Böckingen.

 

  • Nach 2019 soll dann der Rest der Westrandstraße komplett ausgebaut und eine Fuß- und Radwegbrücke vom Wohlgelegen zum Industriegebiet am Neckar errichtet werden. red

Weitere Infos unter www.buga2019.com

 


 


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