Endspurt: 100 Tage bis zum Marathon

Heilbronn - "Raus aus der Komfortzone“ war das Motto bei der Auftaktveranstaltung zum 9. Heilbronner Trollinger-Marathon. Der Extremläufer Norman Bücher motivierte die Teilnehmer und solche, die es noch werden wollen. Bis zum 17. Mai haben sie noch genau 100 Tage Zeit, um sich auf den größten Lauf im Unterland vorzubereiten.

Von Clemens Flach

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Endspurt: 100 Tage bis zum Marathon
Extremläufer Norman Bücher (Zweiter von rechts) gibt den Teilnehmern des Infoabends Tipps, wie sie die Strapazen beim Marathon am besten meistern.Foto: Rabea Sattar

Heilbronn - "Raus aus der Komfortzone“ war das Motto bei der Auftaktveranstaltung zum 9. Heilbronner Trollinger-Marathon. Der Extremläufer Norman Bücher motivierte die Teilnehmer und solche, die es noch werden wollen. Bis zum 17. Mai haben sie noch genau 100 Tage Zeit, um sich auf den größten Lauf im Unterland vorzubereiten.

Leistungssportler Norman Bücher gab den Besuchern am Infoabend Tipps zur Selbstmotivation. „Im Alltag gelten dieselben Regeln wie im Extremsport. Wenn Sie ein konkretes Ziel vor Augen haben, schaffen Sie das auch.“ Büchers Botschaft ist so einfach wie nachvollziehbar: „Schreiben Sie Ihre Trainingspläne Schwarz auf Weiß nieder - und konfrontieren Sie sich täglich damit.“ Dem Karlsruher Marathonläufer kommt es dabei besonders auf konkrete Vorsätze an. Wichtig ist auch, dass sich die Teilnehmer selbst realistisch einschätzen und in jedem Fall konsequent bleiben.

Norman Bücher hat mit diesem Rezept schon über 100 Läufe erfolgreich bestritten. Jedes Jahr absolviert er eine Strecke bis nach Moskau und zurück. Ein solch gewaltiges Pensum haben sich die Gäste der Infoveranstaltung nicht vorgenommen.

Für die Fleiner Gabi und Herbert Kern ist Büchers Konzept stimmig. Das Ehepaar nimmt dieses Jahr gemeinsam am Trollinger-Halbmarathon teil. Gabi Kern hat ihren Mann angesteckt, sie selbst ist zum achten Mal dabei und schwärmt vom Laufsport. Mit Freunden trifft sie sich jeden Donnerstagmorgen. „Ganz egal, ob es regnet oder schneit, wir ziehen unser Training durch. Daraus nehme ich viel Motivation mit in den Alltag, und das Laufen in der freien Natur tut der Seele einfach gut.“ Die begeisterte Hobbysportlerin empfindet die Auftaktveranstaltung zum Trolli als persönlichen Startschuss für den Endspurt. „Ab sofort wird es ernst. Jetzt trainieren wir zusätzlich am Sonntagmorgen.“

Bei allem Engagement rät Norman Bücher auch zu festen Ruhephasen in der Vorbereitung. „Machen Sie es wie die Spitzensportler, planen Sie über die ganze Zeit hinweg Höhepunkte und Auszeiten in das Training ein.“ Er selbst gibt sich zum Beispiel jeden Montag zur Erholung trainingsfrei.

Durch Anekdoten von eigenen Erfolgen stimmt Bücher die Besucher auf den Marathon ein. „Leistung bringen ist Kopfsache. Übernehmen Sie das Prinzip ruhig auch im Berufsleben.“ Konsequentes Handeln hat der Extremsportler selbst bewiesen. Für den 21-stündigen „Mount Everest-Treppenmarathon“ bei Dresden trainierte er sechs Stunden täglich. Nur nicht am Montag, versteht sich.

www.trollinger-marathon.de