Klosterhof eröffnet am 5. März

Heilbronn - Das Datum ist so augenfällig, dass ein Zufall unwahrscheinlich scheint: Wenn am 5. März der neue Heilbronner Klosterhof-Komplex zum ersten Mal für die Kundschaft die Türen seiner vier großen Geschäfte öffnet, dann geschieht das auf den Tag genau ein Jahr nach der Eröffnung der Heilbronner Stadtgalerie. Von beiden Großprojekten, Stadtgalerie wie Klosterhof, erhofft man sich einen Rückfluss der aus Heilbronn abgeflossenen Kaufkraft.

Von Franziska Feinäugle

Öffnet am 5. März zum ersten Mal seine Türen für die Kundschaft: der Klosterhof-Komplex, genauer gesagt, die vier darin niedergelassenen Filialisten. Fotos: Andreas Veigel

Heilbronn - Das Datum ist so augenfällig, dass ein Zufall unwahrscheinlich scheint: Wenn am 5. März der neue Heilbronner Klosterhof-Komplex zum ersten Mal für die Kundschaft die Türen seiner vier großen Geschäfte öffnet, dann geschieht das auf den Tag genau ein Jahr nach der Eröffnung der Heilbronner Stadtgalerie. Von beiden Großprojekten, Stadtgalerie wie Klosterhof, erhofft man sich einen Rückfluss der aus Heilbronn abgeflossenen Kaufkraft.

115.000 Quadratmeter

Während also am besagten Donnerstag im Basement des architektonisch eigenwilligen ECE-Centers in der Fleiner Straße auf den „1. Centergeburtstag“ angestoßen wird, schneidet am Kiliansplatz Erste Bürgermeisterin Margarete Krug das rote Band durch, das vor den Eingängen zu C&A, Drogeriemarkt Müller und den Bekleidungsfilialisten Madison und New Yorker gespannt ist. Ein Akt, mit dem die Einzelhandelsfläche der Heilbronner Innenstadt um weitere 12.000 Quadratmeter auf dann 115.000 Quadratmeter wächst.

Dirk Gubatz nennt das Eröffnungsdatum „reinen Zufall“. Der gewählte Tag habe nichts mit der Stadtgalerie zu tun, sondern sei der „frühestmögliche Termin“, sagt Gubatz, der für Klosterhof-Projektentwickler ITG die Werbung für das neue Kaufhaus koordiniert.

Ein Kaufhaus übrigens, das künftig keineswegs so gemeinschaftlich auftreten wird wie die Stadtgalerie. Der Klosterhof, der in der Eröffnungs-Einladung nur noch „Geschäftshaus am Kiliansplatz“ heißt, ist keine klassische Shoppingmall. Anders als in der Stadtgalerie gibt es im Inneren des Gebäudes keinerlei Gemeinschaftsfläche. Jeder Eingang führt in ein ganz bestimmtes Geschäft ohne Übergänge zu den anderen Läden. „Da machen die Filialisten eher jeder sein Ding“, so Gubatz.

Ein zweiter entscheidender Unterschied zwischen den beiden Einzelhandels-Großprojekten liegt in der Größe der Geschäfte. In der Stadtgalerie, in Summe nicht wesentlich größer als der Klosterhof, locken 75 teils sehr kleinflächige Läden die Kunden. Der Klosterhof mit seinen 1500 bis 6500 Quadratmeter großen Geschäften soll garantieren, „dass sich große Filialisten zeitgemäß präsentieren können“, so Gubatz. Genügten einem Herrenausstatter früher 150 Quadratmeter, brauche er heute 800 Quadratmeter: „200 Anzüge auf einer Stange - da guckt kein Kunde mehr nach.“

Zwei Kaufhäuser, ein Datum
Feiert am 5. März ihren ersten Geburtstag: die Heilbronner Stadtgalerie.
Synergieeffekte

Anne Klausmann, Centermanagerin der Stadtgalerie, hält das Klosterhof-Eröffnungsdatum für „mit Bedacht angesetzt“. Der Aufmerksamkeit beraubt sieht sie ihr Center dadurch nicht. „Das wird eher Synergieeffekte haben.“

Einzelhändler-Vorsitzender Thomas Gauß sieht in dem imposanten neuen Bau auf der lange brachliegenden innerstädtischen Fläche einen „Gewinn für Heilbronn - auch wenn wir uns erhofft hätten, dass der eine oder andere neue Anbieter eingezogen wäre“. Am Samstag nach der Eröffnung, am 7. März, lädt die Stadtinitiative zum Nightshopping. Auch das erinnert sehr daran, wie es vor einem Jahr war.


360-Grad-Video: Erster Blick in neuen Klosterhof (22.01.09)
Artikel: Klosterhof-Geschäfte nehmen Gestalt an (04.12.08)



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