Fruchtschuppen-Areal auf dem Weg zur Vorstadt (16.01.09)

Heilbronn - Der städtebauliche Ideenwettbewerb für das Heilbronner Fruchtschuppenareal ist über die Grenzen Deutschlands hinaus auf starkes Interesse gestoßen: 74 Architekturbüros haben bis zum kürzlichen Meldeschluss ihre Papiere eingereicht. 14 Bewerber haben die Auslobungskritierien nicht erfüllt, aus den übrigen 60 wurden jetzt wie vorgesehen 30 Teilnehmer ausgelost. Von diesen 30 kommen zwölf aus Baden-Württemberg, 17 aus anderen Bundesländern und einer aus Italien.

Auf dem Weg zur Vorstadt
Nach dem Abbruch des ehemaligen Bus-Betriebshofes liegt das Areal nördlich der Bahnhofstraße im Dornröschenschlaf. Foto: Ulrike Kugler


Heilbronn - Der städtebauliche Ideenwettbewerb für das Heilbronner Fruchtschuppenareal ist über die Grenzen Deutschlands hinaus auf starkes Interesse gestoßen: 74 Architekturbüros haben bis zum kürzlichen Meldeschluss ihre Papiere eingereicht. 14 Bewerber haben die Auslobungskritierien nicht erfüllt, aus den übrigen 60 wurden jetzt wie vorgesehen 30 Teilnehmer ausgelost. Von diesen 30 kommen zwölf aus Baden-Württemberg, 17 aus anderen Bundesländern und einer aus Italien.

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Zusammen mit den sieben bereits im November vorab „gesetzten“ Büros gehen nun 37 Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner ins Rennen. Die eigentliche Bearbeitungsphase wird bis April 2009 dauern. Das Preisgericht, in dem anerkannte Städtebauexperten, Mitglieder des Gemeinderates und Angehörige der Stadtverwaltung vertreten sein werden, wird im Mai 2009 zusammentreten und seine Wahl treffen. Dies teilte jetzt das Heilbronner Rathaus mit.

Masterplan

Das Wettbewerbsergebnis, ein „Masterplan“, zeigt, wie die Bahn- und Gewerbebranche Fruchtschuppenareal, Herzstück der geplanten Bundesgartenschau, sowie die angrenzenden Stadtbereiche in den nächsten Jahrzehnten umgestaltet werden sollen.

Die Wettbewerbsergebnisse werden der Öffentlichkeit vorgestellt, unter anderem werden alle Modelle und Pläne in einer Ausstellung gezeigt. Für Preise und Ankäufe stehen nach Angaben der Stadt insgesamt 160.000 Euro zur Verfügung.

Nach der Sommerpause 2009 wird der Heilbronner Gemeinderat über die Umsetzung der Wettbe-werbsergebnisse entscheiden. In Form von Realisierungswettbewerben - auch für einzelne Teilbereiche und Bauabschnitte - und Bauleitplanverfahren werden diese dann konkretisiert. Für die Freiraumplanung und die Bundesgartenschau wird es einen separaten Realisierungswettbewerb geben.

Buga 2019

Im Ideenwettbewerb werden zunächst die grundlegenden Entwicklungslinien für das Stadtumbaugebiet festgelegt. Hierbei geht es um die künftige Verteilung von Bau- und Grünflächen, die Form der künftigen Bebauung und die Verkehrserschließung. Grundlage der Auslobung ist das Konzept „Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“, dazu gehört auch ein durchgehender „Neckaruferpark“ und ein neuer Grünzug zwischen der Innenstadt und Böckingen.

Die neue Neckarvorstadt könnte einmal bis zu 750 Wohnungen für etwa 1500 Einwohner bieten, neue Arbeitsplätze sollen vor allem im Dienstleistungs- und Forschungsbereich entstehen.

Das etwa zehn Hektar große Quartier soll sich durch „innovative, richtungsweisende Architektur auszeichnen“, heißt es im Rathaus. Ein erster Bauabschnitt könnte schon 2019 präsentiert werden. red