Heilbronner Bahnhof: Himmelsbach kritisiert Reisezentrum-Pläne der Bahn

Heilbronn - Mit einem Brief an die Geschäftsführung der Deutsche Bahn Vertrieb GmbH kritisiert Heilbronnns OB Helmut Himmelsbach Pläne der Deutschen Bahn AG, sonntags das Reisezentrum im Heilbronner Hauptbahnhof komplett zu schließen. „Ein solcher Schritt ist für mich nicht nachvollziehbar für einen wichtigen Knotenpunkt der Kategorie 3 wie in Heilbronn“.

Heilbronn - Mit einem Brief an die Geschäftsführung der Deutsche Bahn Vertrieb GmbH kritisierte Heilbronnns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach jetzt durch die Medien bekannt gewordene Pläne der Deutschen Bahn AG, sonntags das Reisezentrum im Heilbronner Hauptbahnhof komplett zu schließen.

„Ein solcher Schritt ist für mich nicht nachvollziehbar für einen wichtigen Knotenpunkt der Kategorie 3 wie in Heilbronn“, schreibt Himmelsbach. „Ich fordere Sie deshalb dringend auf, die bestehenden Öffnungszeiten für das Reisezentrum in Heilbronn beizubehalten und zu prüfen, ob sich durch Personalumschichtungen das seitherige Angebot beibehalten lässt.“

Himmelsbach verweist darauf, dass bereits in der Vergangenheit kontinuierlich die Öffnungszeiten des Reisezentrums eingeschränkt wurden. „Eine deutliche Service-Verschlechterung brachte die Schließung der 3-S-Zentrale zum 1. August 2007, die dazu führte, dass außerhalb der Öffnungszeiten des Service Points kein Ansprechpartner mehr für die Bahnkunden zur Verfügung steht und dass es keine Ausfallreserve mehr gibt, wenn der Mitarbeiter des Service Points anderweitig beschäftigt ist.“

Auch wenn Internet und Fahrkartenautomat für Vielfahrer und technikbewanderte Kunden eine Alternative zur Bedienung und Beratung am Schalter darstellen, komme es in vielen Fällen jedoch darauf an, „dass das Personal im Reisezentrum die unterschiedlichen Fahrmöglichkeiten der DB AG erläutert und die Einschränkungen und Kombinationsmöglichkeiten darstellt.“ Gerade der Sonntag werde nicht nur von älteren Kunden, sondern auch gerne von Reisenden für eine Beratung im Reisezentrum genutzt, um längere Touren zu planen. Alles in allem, so Himmelsbach, wirke sich „der Rückzug der DB AG aus vielen Service-Bereichen in der Summe auf das Image des Bahnfahrens verheerend aus.“