Geschichte der Rektorwahlen

HEILBRONN - Am Anfang war keine Hochschuldemokratie.

HEILBRONN - Am Anfang war keine Hochschuldemokratie. Das Kultusministerium bestimmte 1961 den ersten Direktor der Ingenieurschule: Professor Friedrich Aßmus, Geradeso erging es 1969 auch Walter Hellerich. Ihn hatte allerdings ein Dozentenrat vorgeschlagen.

Die erste Rektorwahl an der Fachhochschule Heilbronn war am 1. April 1973. Ein paritätisch von Studierenden, Professoren und Mitarbeitern besetzter Senat wählte Professor Miroslaw Sadowy mit 69 zu 41 Stimmen zum ersten Hochschulrektor.

Vier Jahre später kam Professor Walter Dörr ins Amt: 102 Senatsmitglieder votierten für ihn, elf enthielten sich der Stimme, vier Stimmen waren ungültig. Dörr wurde immer wieder im Amt bestätigt, 1980 bekam er im Senat 23 von 26 Stimmen. 1984 ging der erste Wahlgang gegen Dörr aus: 15 Gegen-, 14 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen, eine Stimme für Otto Grandi. In einem zweiten Wahlgang bekam Walter Dörr 18 Stimmen und war wieder gewählt.

Mit 20 von 34 Stimmen wurde Otto Grandi 1989 zum Rektor gewählt. 1996 trat Professorin Elke Platz-Waury als Gegenkandidatin auf. Das Patt nach drei Wahlgängen wurde per Losentscheid beendet: Grandi blieb im Amt. 2001 wurde Gerhard Peter mit zwölf Stimmen aus dem Senat Rektor. Der externe Bewerber Johannes Weinig bekam zehn Stimmen. ger