Das Jagsttal trauert um Christian Kopp

Am Samstag wurde der in Afghanistan ums Leben gekommene Obersfeldwebel beerdigt

Von Gertrud Schubert

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Große Trauer überschattete das Weihnachtsfest in Siglingen. Am Tag vor Heiligabend versammelten sich auf dem Friedhof viele, vorwiegend junge Menschen zur Beerdigung von Christian Kopp. Der Oberfeldwebel war mit der Bundeswehr in Afghanistan und ist dort in der Nacht von 17. auf 18. Dezember ums Leben gekommen. Soldaten vom 3. Artillerieaufklärungsbataillon in Tauberbischofsheim gaben dem 24-Jährigen mit militärischem Zeremoniell das letzte Geleit.

„Warum? Warum du?“ Mit bohrenden Fragen versuchte die Familie in der Traueranzeige ihre Bestürzung zum Ausdruck zu bringen. Eine klare Antwort auf die Umstände, wie sich das tragische Geschehen entwickelte, gibt es noch nicht. Pfarrerin Susanne Spöhrer konnte in der übervollen Siglinger evangelischen Dorfkirche lediglich berichten, dass wohl unglückliches Hantieren mit scharfer Munition den jungen Mann getötet habe. Die Bundeswehr wird sich erst nach abschließender Interpretation der Untersuchungen zu dem Vorfall äußern.

Die Pfarrerin erinnerte Familie, Freunde und Kameraden an den lebensfröhlichen jungen Mann, der seine Heimat, das Jagsttal, über alles geliebt hatte. Erst am dritten Advent war Susanne Spöhrer als Pfarrerin von Siglingen eingesetzt worden. „Trösten ist unser Auftrag“, hatte ihr Dekan Traugott Mack zugesprochen, als keiner ahnte, welch große Trauer am folgenden Tag über Siglingen hereinbrechen würde.

Oberstleutnant Meckelholdt würdigte den Verstorbenen als vorbildlich und pflichtbewusst, er habe Untergebenen wie Vorgesetzten stets besten Einsatz abverlangt.