Brücke über den Hauptbahnhof kommt

Heilbronn  Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat dem Buga-Aufsichtsrat empfohlen, eine Fuß- und Radwegbrücke über den Hauptbahnhof zu bauen. Gleichzeitig hat das Gremium für das Vergabeverfahren eine Rangfolge der Ergebnisse eines Ingenieurwettbewerbs festgelegt.

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Plan 1a

So könnte die Fuß- und Radwegbrücke über den Heilbronner Hauptbahnhof in den Neckarbogen einmal aussehen. Baubeginn soll 2017/2018 sein. Die Bahn stimmt dem Bauwerk grundsätzlich zu. Bei dem Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Peter, Lochner, Bogenrieder handelt es sich um eine offene Brücke mit markanter Bergspitzen-Silhouette aus einem weißen Stahltragwerk.

 

Über die Gleisanlagen des Heilbronner Hauptbahnhofs wird bis zur Bundesgartenschau eine Fuß- und Radwegbrücke gebaut, die nach 2019 auch attraktiver Zugang in den neuen Stadtteil Neckarbogen sein soll. Diese Grundsatzentscheidung fasste am Donnerstag mit breiter Mehrheit der Gemeinderat.

Richtschnur 

Gleichzeitig legte sich das Gremium bei einer Gegenstimme auf den Gestaltungsentwurf des Stuttgarter Architekturbüros Peter, Lochner, Bogenrieder fest, der bei der weiteren Planung Richtschnur sein soll. Schon heute wird diese Idee im Volksmund als „Blitz“ bezeichnet. Die offene Brücke ist 195 Meter lang, 4,50 Meter breit. Die Auf- und Abgänge erfolgen ohne Rampen über Treppen und Aufzüge.

In einem sogenannten VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) wird die Buga GmbH nun bis zur Sommerpause die drei Wettbewerbsentwürfe, die den Gestaltungswettbewerb dominiert haben, detailliert auf Stärken und Schwächen abklopfen und dann dem Gemeinderat einen endgültigen Vorschlag für den Bau der Brücke machen.

Die Gesamtkosten für die Fuß- und Radwegverbindung bewegen sich zwischen 7,6 Millionen Euro für die günstigste Variante („Blitz“) und 8,7 Millionen Euro, wovon rund drei Millionen Euro vom Land als Zuschuss kommen. Aus dem Altlastenbudget stehen 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, so dass die Stadt Heilbronn im besten Fall noch 1,1 Millionen Euro finanzieren muss. jof

 

Hintergrund: Brückenwettbewerb

Von den drei Brücken, die jeweils eine Spanne von 190 Meter überbrücken und in etwa sieben Metern Höhe über die Gleise der Deutschen Bahn führen, sind zwei Entwürfe geschlossene Bauwerke, eine Brücke ist offen (siehe Visualisierung oben). 

 

Entwurf der Arbeitsgemeinschaft GS Ingenieure und Wittfoht Architekten Stuttgart. Die Brücke ist eine Röhre, die wie eine Helix in sich gedreht und mit Lochblech eingehaust ist. 

 
 
 
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Entwurf von Mayr Ludescher Partner Beratende Ingenieure für Bauwesen und Auer + Weber + Assoziierte Stuttgart. Das Bauwerk verbindet die beiden Seiten auf kürzestem Weg mit einer Stahlgitterschale. Die farbige Hülle aus grün eingefärbtem Acrylglas hat eine leichte Wellenform.