Blickfang mitten in Heilbronn

Heilbronn - Die Großbaustelle neben der Volksbank-Zentrale in der Heilbronner Allee zieht die Blicke auf sich. Am Freitag wurde damit begonnen, einen 53 Meter hohen Kran zu montieren.

Heilbronn - Seit im Herbst die ersten Bagger mit dem Abbruch der alten Kinos und der klassizistischen Villa Hauck den Weg für das 30-Millionen-Euro-Projekt der Volksbank Heilbronn frei machten, zieht die Großbaustelle neben der Volksbank-Zentrale die Blicke auf sich. Am Freitag wurde damit begonnen, einen 53 Meter hohen Kran zu montieren. Zusammen mit zwei kleineren Kränen ist er beim Neubau der Volksbank Heilbronn im Einsatz.
 
Bereits letzte Woche wurden die Fundamente dafür ausgegossen: schließlich muss so ein Kran Lasten von bis zu zwölf Tonnen heben – ohne zu Kippen. Damit der weiche Untergrund des einstigen Neckarschwemmlandes nicht nachgibt, wurden 182 Betonpfeiler zwölf bis 22 Meter tief bis in die erste Felsschicht hineingerammt. Darüber wurde eine massive Tragplatte eingegossen. Die vier Grubenwände, damit sie nicht einrutschen, sind mit 104 Betonpfeilern versehen, die als Ganzes eine Stützmauer zur Nachbarschaft bilden.
 
Im Zeitplan
 
Böse Überraschungen habe man bisher Gott sei dank nicht erleben müssen, berichtet Hellmuth. Weder Altlasten noch Weltkriegs-Granaten, „mit denen man in Heilbronn immer rechnen muss“, seien aufgetaucht. Kleinere Probleme habe es höchstens beim Aushub-Abtransport gegeben, als schon mal der Bagger einen Laster auf der Rampe nach oben schieben musste und die Allee verschmutzt wurde – oder als ein Rohrbruch für eine hohe Fontäne sorgte.
 
 

 
 
Dank der Ampelphasen auf der südlichen Allee sei es außerdem kaum zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Voba-Vorstand Matthias Hellmuth : „Die Kolonnen wurden durch das Rotlicht immer schön fraktioniert.“ Und Fußgängern werde weiterhin ein mindestens zwei Meter breiter Streifen zur Verfügung stehen.
 
Zeitlich wie auch finanziell bewege man sich bisher im Rahmen. Bis September sollen die zweigeschossige, später 100 Stellplätze große Tiefgarage im Rohbau stehen, und an Weihnachten sogar der Richtbaum auf dem vierten Stockwerk. Der „sportliche Zeitplan“, so Projektsteuerer Bernd Dollmann von der Firma Kreor (Neckarsulm), endet im September 2013 mit der Einweihung.
 
Gastronomie
 
Die Volksbank selbst wird im Anschluss an ihr Gebäude von 1993 rund 40 Prozent der 8000 Quadratmeter Neubau-Nutzfläche belegen. Der Rest wird vermietet: Ärzte sowie Firmen aus der IT- und Beraterbranche hätten schon unterschrieben, es gebe aber noch freie Flächen, sagt Hellmuth. Im Erdgeschoss werden ein Café und ein Restaurant einziehen. In welcher Verteilung und Dimension werde derzeit verhandelt. Glanzpunkt des architektonisch ambitionierten Gebäudes ist ein öffentlicher, 220 Quadratmeter großer Saal: für 380 Sitzplätze oder 200 Bankettplätze. Helmuth: „Zu unserem Grundkonzept gehört, dass wir uns als Teil dieser Stadt begreifen und auf das öffentliche Leben ausstrahlen.“ kra