Als in Heilbronn die Erde bebte

Heilbronn  Vor 71 Jahren, am 4. Dezember 1944, wird Heilbronn zerstört. In der historischen Altstadt bleibt kein Gebäude heil. Mehr als 6.500 Menschen kommen ums Leben.

Von unserer Redaktion

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>>Interaktives Video zur Bombardierung Heilbronns am 4. Dezember 1944

 

 

 

Die Menschen verbrennen im Feuersturm, ersticken in Luftschutzkellern, werden von Trümmern erschlagen, von Splittern getroffen. 1,2 Millionen Kilogramm Bomben werfen 282 Lancaster-Flieger der British Air Force am 4. Dezember 1944 zwischen 19.18 Uhr und 19.55 Uhr über dem Stadtkern und über dem Böckinger Bahnhofsgebiet ab. Zunächst markieren Leuchtraketen, sogenannte Christbäume, das Ziel, dann decken Trümmerbomben die Dächer ab. Brandbeschleuniger entfachen schließlich einen Feuersturm, der alles niederwalzt.

Bis heute hat sich dieser Tag tief ins kollektive Bewusstsein der Region eingebrannt. Bis heute lassen die Ereignisse vielen Menschen keine Ruhe. Die Versuche, das Unfassbare zu begreifen, zu verarbeiten, sind vielfältig. Sie reichen von dem zum Ehrenfriedhof umgestalteten Massengrab im Köpfertal über die Ehrenhalle im Rathaus, Gedenkkonzerte, Bilder, Kunstinstallationen bis zur literarischen oder wissenschaftlichen Aufarbeitung.

 

 

 
 
 

Der Militärfotograf Richard Platte machte mit seiner Leica die wenigen Bilder des 4. Dezember.

 
 
 
 

Die meisten Aufnahmen entstanden in der Bahnhofsvorstadt, der Fotograf war auf der Durchreise.

 
 

Das Bild zeigt Leichen in der Lammgasse. Für Privatleute war das Fotografieren verboten.

 

 

 

 

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