17 Stolpersteine für NS-Opfer

Heilbronn  Der Künstler Gunter Demnig verlegte am heutigen Mittwoch in Heilbronn wieder Stolpersteine, die an Heilbronner Opfer der Nazi-Diktatur erinnern.

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Gunter Demnig setzt neue Steine in Heilbronn. Foto: S.Moustakidis/ Stadtarchiv

Neben Bürgermeisterin Agnes Christner und Günter Spengler vom Freundeskreis Synagoge waren Schülerinnen und Schüler des Mönchsee- und Robert-Mayer-Gymnasium sowie der Johann-Jakob-Widmann-Schule mit dabei. Die Jugendlichen sind Paten der neu verlegten weiteren 17 Stolpersteine, die an diesem Tag an acht Orten verlegt werden. 

Messingtafeln 

Bereits seit über 20 Jahren setzt sich der Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt „Stolpersteine“ deutschland– und europaweit dafür ein, dass die Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen werden. 

Bereits zum siebten Mal war Demnig jetzt auch in Heilbronn unterwegs. Die Messingtafeln mit Namen und Lebensdaten der Opfer wurden vor deren letzter frei gewählter Wohnung im Straßenbelag eingelassen. 

„Das Gedenken an die jüdischen und die Euthanasie-Opfer aus Heilbronn machen wir durch das Verlegen der Stolpersteine sichtbar“, sagte Bürgermeisterin Agnes Christner. Dies sei Teil der Erinnerungskultur, die die Stadt auch in Verantwortung für ihre Geschichte pflege. 

Dieses Mal setzte Demnig Stolpersteine für Klara und Kurt Asch (Allee 57), Adolf, Heinz und Pauline Einstein (Cäcilienstr. 60), Aron Eliaschow (Fleiner Str. 9), Julie Herz (Sichererstr. 30), Hermann Grünebaum und Rebekka Simsohn (Allee 39), Bertha Sternfeld geb. Igersheimer (Gymnasiumstr. 48), Eugenie Luise und Max Rosenthal (Klarastr. 6) sowie Heinz, Herbert, Klara, Martha und Salomon Vollweiler (Mozartstr. 8).

Hintergrund: Seit 2009 verlegt Gunter Demnig Stolpersteine in Heilbronn. Inzwischen sind es 97 Steine an 37 Orten im Heilbronner Stadtgebiet. Unter www.stolpersteine-heilbronn.de hat das Stadtarchiv einen interaktiven Stadtplan angelegt, in dem alle Stolpersteine und die Geschichte ihrer Namensgeber hinterlegt sind. Zudem hat das Schul-, Kultur- und Sportamt einen Flyer mit den Standorten der Gedenksteine aufgelegt. red

 

 

 

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