Weihnachtliche Klänge unter der Burg

Talheim - Musikverein stimmt auf die Feiertage ein - Glühwein und Rührkuchen zum Ohrenschmaus

Von Uwe Mundt

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Weihnachtliche Weisen spielten die Talheimer Musiker auf dem Rathausplatz am vierten Advent vor fast 200 Zuhörern.Foto: Uwe Mundt

Talheim - Der Heißgetränke hätte es eigentlich gar nicht bedurft. Doch Glühwein und Kinderpunsch trugen dann beim Adventsspielen des Musikvereins Talheim auf dem Rathausplatz - trotz eher milden Temperaturen - Erkleckliches zur vorweihnachtlichen Stimmung der fast 200 Zuhörer bei.

„Da gehören noch ein paar Hütten dazu, als Weihnachtsmarkt“, könnte sich Josef Seibert junior vorstellen. Aber auch den Musikgenuss allein findet der Talheimer „super“. Wie in jedem Jahr am vierten Advent führten die Bläser des Musikvereins mit altbekannten Weisen in die bevorstehenden Weihnachtstage ein.

Liedgut

Was an deutschem und zum Teil auch aus ausländischem Liedgut für die Adventszeit in den Notenbüchern steht, spielten die Musiker in Zivilkleidung unter der Burg, umringt von meist mittelalten Zuhörern, die sich zum Ohrenschmaus an Glühwein und Rührkuchen gütlich taten. Für die U-18-Generation gab's Kinderpunsch.

Treffpunkt

„O, du fröhliche“ intonierten die Musikanten, den „Kleinen Trommelmann“ genauso wie „Fröhliche Weihnacht überall“ und zum Schuss zum Mitsingen „Stille Nacht“. Ihr ehemaliger Dirigent Paul Hofmann hatte sich mit seinen 75 Jahren noch einmal für das adventliche Spiel aktivieren lassen.

„Angefangen hat es mit der Jugend“, erinnert sich Rudolf Feierabend an den Ursprung des Adventsspielens. Wann das genau gewesen ist, dass die Jugendkapelle an verschiedenen Stellen im Ort konzertierte, weiß er nicht genau. Auch Vorsitzender Jochen Henn ist sich nicht ganz sicher, ob es zu Beginn der 90er Jahre war, als die aktive Kapelle kurz vor Weihnachten auf dem Rathausplatz musizierte. Sein Vorgänger Friedrich Garrelts vertritt die Ansicht, dass das vorweihnachtliche Spiel älter als 25 Jahre ist. Er findet es schön, dass sich bei dieser Gelegenheit das ganze Dorf trifft.

Original

Schon öfters bei diesem Konzert dabei war Kerstin Schoch. Auch ihre Kinder Marlene und Michael fänden das Spiel mit „richtigen“ Instrumenten viel schöner, als die Melodien nur im Radio zu hören. Da kann den Dreien Anita Bürkert nur zustimmen. Die „echte Daalemerin“ findet das Konzert spitze, „sonst wären wir ja nicht da“.