Kreativ sein mit vielen Materialien

Umfangreiche Schau: Dritter Kunstmarkt in der Stadthalle eröffnet

Von Wolfgang Seybold

Originell und ein Blickfang der Ausstellung sind diese voluminösen Frauenskulpturen „Weibsbilder“ von Petra Ade .Foto: Werner Kuhnle  

Beilstein - Der Beilsteiner Kunstmarkt mit 14 Ausstellern hat zum dritten Mal seine Pforten in der Stadthalle geöffnet. Die Vernissage wurde von der Combo Campus-Swing musikalisch stimmungsvoll umrahmt. Den Besucher erwartet im großen Saal eine umfangreiche, mit viel Liebe ausgestaltete Schau der verschiedensten künstlerischen Ausdrucksformen.

„Wir haben bei der Auswahl der Aussteller darauf geachtet, dass sie eigenes Kreatives zeigen, das sich von der üblichen Hobbykunst abhebt“, sagt die Kunstmalerin Doris Mayer vom Organisationsteam. Als „Kunststoff“, so heißt auch das diesjährige Motto des Beilsteiner Kunstmarkts, wird dabei von Farbe und Leinwand, Holz, Keramik, Metall und Textilien so ziemlich jedes gestaltbare Material verwendet.

Dynamik Im Foyer hat Bärbel Flohr ihre großformatigen Gemälde positioniert. Kräftige Rottöne und flächige Gestaltungselemente, durchzogen von schwarzen Kohlestrichen, geben ihren Gemälden einen besonders dynamischen Ausdruck. Titel wie „Provokant“ und „Risiko einkalkuliert“ unterstreichen dies. Gemälde, in verschiedenen Maltechniken ausgeführt, sind auch von Gisela Göppel und Doris Mayer zu sehen.

Einen ganz anderen Sinneseindruck üben die Stahlskulpturen von Martial Herbst aus. Der Kunstschmied, der im Beilsteiner Teilort Maad seine Werkstatt betreibt, ist unter anderem mit drei großen, „Trilogie“ benannten Skulpturen auf dem Kunstmarkt vertreten. „Das Material hat mich in jahrelanger Arbeit erzogen, nun bin ich mit ihm im Reinen“, meint der Künstler zu seinem außergewöhnlichen Schaffen. Die kleinere Skulptur „Der Schwung“ zeigt die scheinbare Leichtigkeit, mit der der Schmied den Stahl zu formen versteht.

Aquarelle und Gemälde in Acryl stellt Klaus Fischer aus. Mit Hilfe von Kunst-Seminaren und privaten Malschulen hat der Beilsteiner einen Jugendtraum verwirklicht. „Als junger Mensch wollte ich auf der Kunstakademie studieren, doch es fehlte im Elternhaus das Geld dazu“, meinte Fischer zu seiner Passion, der er erst im Ruhestand nachgeben konnte.

Marionetten Reizend sind die Marionetten aus der Werkstatt von Eva-Maria Fröhlich. Goldschmiedearbeiten von Nicole Schwarm, gewichtige Holz-Art von Jürgen Mennung und Keramik von Petra Ade sind in dem großzügig angeordneten Kunstmarkt neben Lichtobjekten (Marcus Münzenmayer), Textilkunst (Jutta Göppel und Gitte Stubenhofer) und Kalligraphie (Jaqueline Hester) anzutreffen. Christiane Hörmann, die mit Tonskulpturen in der Beilsteiner Stadthalle vertreten ist, gibt der Ausstellung mit ihrem Saxophonspiel den leichten, beschwingten musikalischen Rahmen.

Der Beilsteiner Kunstmarkt ist noch bis Dienstag, 11. November, in der Stadthalle Beilstein zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von 15 bis 19 Uhr.